Fast 20 Millionen Russen leben unterhalb der Armutsgrenze

Passantin in Moskau

In Russland ist die Armutsquote offiziellen Zahlen zufolge auf den höchsten Stand seit zehn Jahren gestiegen. 2016 lebten 19,8 Millionen Menschen unterhalb der von der Regierung definierten Armutsgrenze, wie die Statistikbehörde Rosstat am Mittwoch in Moskau mitteilte. 2014 zählte Russland 16,1 Millionen Arme, 2015 stieg ihre Zahl auf 19,5 Millionen.

Umgerechnet waren im vergangenen Jahr mehr als 13 Prozent der Bevölkerung arm. Die Armutsschwelle lag für das vierte Quartal 2016 bei monatlich 9691 Rubel, umgerechnet rund 161 Euro.

In Russland herrscht seit zwei Jahren eine Rezession. Gründe dafür sind die gefallenen Ölpreise und die vom Westen wegen der Ukraine-Krise verhängten Sanktionen. Für dieses Jahr rechnet die Regierung wieder mit einem Wirtschaftswachstum.

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