Fast drei Viertel der deutschen Auswanderer sind Akademiker

Deutsche Auswanderer sind jung, ambitioniert und hochqualifiziert - das zeigt die erste repräsentative Studie über deutsche Aus- und Rückwanderer, die das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung am Mittwoch in Berlin vorstellte. Demnach sind 70 Prozent der Auswanderer Akademiker. Die Mehrheit von ihnen zählt zur Gruppe der 20- bis 40-Jährigen. Jährlich wandern etwa 180.000 Menschen mit deutscher Staatsangehörigkeit ins Ausland ab - 130.000 kehren pro Jahr zurück.

An der Studie des Bundesinstituts in Zusammenarbeit mit Soziologen der Universität Duisburg-Essen nahmen über 10.000 deutsche Aus- und Rückwanderer aus 169 Ländern teil.

Ein Großteil der Studienteilnehmer wanderte laut der Studie aus beruflichen Gründen aus, was sich für die meisten Auswanderer finanziell ausgezahlt habe. "Über 60 Prozent der Befragten gaben an, ihr Nettohaushaltseinkommen im Ausland sei im Vergleich zu ihrem Gehalt ein Jahr zuvor 'besser' oder 'viel besser'", betonte Andreas Ette vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung.

Allerdings gebe es auch eher negative Erfahrungen: So hätten sich für 40 Prozent der Auswanderer die sozialen Kontakte im Ausland leicht verschlechtert.

Laut der Studie zieht ein Fünftel der deutschen Auswanderer in die Schweiz, gefolgt von Österreich, den USA und Großbritannien.