Fast jeder zweite junge Deutsche bezweifelt Chancengleichheit im Bildungssystem

Schulkinder

Knapp die Hälfte der Jugendlichen und jungen Erwachsenen bezweifelt einer Umfrage zufolge, dass das deutsche Bildungssystem allen die gleichen Chancen eröffnet. 47 Prozent der 14- bis 21-Jährigen waren der am Mittwoch in Berlin veröffentlichten repräsentativen Forsa-Befragung im Auftrag des Stifterverbands, der SOS-Kinderdörfer weltweit sowie der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung dieser Auffassung.

Bildungschancen hängen demnach vor allem von der Qualität der Schule und der Lehrer (91 Prozent), der eigenen Motivation (90 Prozent) und der Unterstützung durch die Eltern (88 Prozent) ab. Der kulturelle Hintergrund der Erziehungsberechtigten spielt für 49 Prozent eine Rolle. Dies werteten die Organisatoren der Umfrage als bedenklich.

Die Umfrage erfolgt regelmäßig. Dabei stieg der Anteil derjenigen, die das Bildungssystem für gerecht halten, in den vorigen Jahren an. Die aktuelle Untersuchung erfolgte mit Blick auf den sogenannten Tag der Bildung, der am Samstag begangen wird. Das Institut Forsa befragte 1000 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14 bis 21 Jahren.