FBI: Attentäter von Nashville glaubte an Verschwörungstheorien

·Lesedauer: 1 Min.
Die Explosion richtete schwere Verwüstungen an (Bild: REUTERS/Harrison McClary)
Die Explosion richtete schwere Verwüstungen an (Bild: REUTERS/Harrison McClary)

Knapp drei Monate nach der verheerenden Explosion in der US-Stadt Nashville hat die US-Bundespolizei FBI Terrorismus als Motiv ausgeschlossen. Der Attentäter sei unter anderem von Paranoia und "mehreren exzentrischen Verschwörungstheorien" angetrieben gewesen und habe Selbstmord begehen wollen, erklärte das FBI in einer Pressemitteilung zu einem Untersuchungsbericht.

Die Analyse habe keine Hinweise auf ein breiteres ideologisches Motiv ergeben, hieß es am Montag (Ortszeit). Der Attentäter habe Ort und Zeit der Explosion gezielt ausgesucht, um Aufmerksamkeit und Zerstörung zu erzielen und dabei trotzdem die Wahrscheinlichkeit zu reduzieren, dass Menschen verletzt würden, teilte das FBI mit. Der Mann habe die Sprengsätze alleine gebaut und zur Detonation gebracht.

Warnung aus Wohnwagen verhinderte weitere Opfer

Die Explosion im Zentrum von Nashville im Bundesstaat Tennessee hatte sich am Morgen des ersten Weihnachtsfeiertags ereignet. Der Mann hatte sein Wohnmobil in die Luft gejagt und war dabei ums Leben gekommen. Die Explosion richtete großen Sachschaden an, zudem wurden mehrere Menschen verletzt. Hätte es 15 Minuten vor der Detonation keine vom Wohnwagen ausgehende Warnung an die Anwohner gegeben, wären nach Einschätzung der Ermittler mehrere Menschen ums Leben gekommen.

Anmerkung der Redaktion: Suizidgedanken sind häufig eine Folge psychischer Erkrankungen. Letztere können mit professioneller Hilfe gelindert und sogar geheilt werden. Wer Hilfe sucht, auch als Angehöriger, findet sie etwa bei der Telefonseelsorge unter der Rufnummer 0800 – 1110111 und 0800 – 1110222. Die Berater sind rund um die Uhr erreichbar, jeder Anruf ist anonym und kostenlos.

Video: Das steckt hinter der Querdenker-Bewegung