FC Bayern: Karl-Heinz Rummenigges Appell gegen Rassismus

David Kreisl
Sports Editor

Auf der gerade gestarteten US-Tour des FC Bayern München wird der Klub auch das Holocaust-Museum in Los Angeles besuchen. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge spricht über die Werte, die der Rekordmeister transportieren will.

Karl-Heinz Rummenigge will sich für die offenen und tolerante Werte des FC Bayern einsetzen. (Bild: Getty Images)

“Wir wollen hier Klartext reden”, sagte der 63-Jährige im Gespräch mit dem SID. “Der FC Bayern steht gegen Rassismus, gegen Gewalt - für Offenheit, für Toleranz.”

So habe der Verein zum Beispiel auch den Christopher Street Day in München unterstützt oder den Fanklub Queerpass, der sich für Homosexuelle einsetzt.

Dieses Engagement gefällt allerdings nicht allen. “Ich habe da auch schon böse Briefe bekommen, warum der FC Bayern so etwas mache”, sagte Rummenigge. “Aber die landen bei mir ganz schnell im Schredder. Wir sind ein weltoffener Verein. Es ist unsere Aufgabe, für diese Werte einzutreten.”

Ausstellung über Kurt Landauer “macht uns stolz”

Das Holocaust-Museum veranstaltet während des US-Tour des FC Bayern zu Ehren des ehemaligen FCB-Präsidenten Kurt Landauer eine Sonderausstellung. “Das finde ich schon sehr bemerkenswert und macht uns stolz”, meinte Rummenigge.

Landauer war von 1913 bis 1914, von 1919 bis 1933 und von 1947 bis 1951 Präsident der Münchner, seine Amtszeiten wurden unterbrochen vom ersten Weltkrieg sowie der Machtergreifung der Nazis, aufgrund der Landauer wegen seines jüdischen Glaubens arbeitslos wurde und nach einer vierwöchigen Internierung im Konzentrationslager Dachau in die Schweiz floh.

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