FDP-Chef Lindner enthüllt bei "Lanz" Details aus Jamaika-Verhandlungen

Marco Fieber
FDP-Chef Christian Lindner bei
  • Vor allem von den Grünen ist Christian Lindner der schwarze Peter für das Scheitern von Jamaika zugeschoben worden
  • Dagegen wehrte sich der FDP-Chef bei “Markus Lanz” erneut vehement – und packte seine Version von dem aus, was bei den Gesprächen tatsächlich passierte

Seitdem die FDP Ende Januar aus den Jamaika-Verhandlungen mit der Union und den Grünen herausmarschierte, gilt er als Sündenbock für das Scheitern von Schwarz-Gelb-Grün: Christian Lindner.

Zwar tue ihm der Abbruch der Sondierungsgespräche nicht mehr weh, erklärte der FDP-Chef am Donnerstagabend im ZDF-Talk von Markus Lanz.

Doch mit der ihm zugetragenen Rolle möchte sich Lindner nicht mehr länger abgeben.

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“In Wahrheit wurde nie verhandelt”

► “Die Leute fragen sich bis heute, warum es eigentlich dazu kam”, will Moderator Lanz von Lindner wissen.

Der erklärt: Bei den Verhandlungen in Berlin sei es – anders als etwa in Schleswig-Holstein oder NRW, wo die FDP an der Regierung beteiligt ist – nicht möglich gewesen, die eigenen Ideen umzusetzen.

Über vier Wochen sei durch die Bilder auf dem Balkon der Eindruck entstanden, dass verhandelt worden sei. Das war ein “Fehler”, “denn in Wahrheit wurde nie verhandelt”, sagt Lindner.

► Stattdessen “wurde nur immer aufgeschrieben, was uns trennt”. Vielmehr sei es während der Treffen laut Lindner immer nur darum gegangen, “Papiere aufzuschreiben, in denen nichts drin steht”.

“Einer musste sein Gesicht verlieren”

Klar sei aber auch gewesen: Da die Grünen und die FDP widersprüchliche Programme gehabt hätten, “musste einer sein Gesicht verlieren”, bemerkte Lindner. Die Liberalen seien dann ausgestiegen, um ihre Prinzipien nicht zu verraten. 

► Immerhin eins habe Lindner aber während der Sondierungsgespräche gelernt: Ein solches Verfahren, mit 50 Verhandlern über mehrere Wochen, werde er nicht noch einmal...

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