FDP-Mann Djir-Sarai zur Impfpflicht: "Faktenlage hat sich völlig geändert"

·Lesedauer: 2 Min.
"Wenn Sie mir die Frage nach einer Impfpflicht im Sommer gestellt hätten, hätte ich gesagt, dass ich dagegen bin", so Bijan Djir-Sarai im ZDF-"Moma". (Bild: ZDF)
"Wenn Sie mir die Frage nach einer Impfpflicht im Sommer gestellt hätten, hätte ich gesagt, dass ich dagegen bin", so Bijan Djir-Sarai im ZDF-"Moma". (Bild: ZDF)

Soll es eine allgemeine Impfpflicht geben? Was vor wenigen Wochen noch als ausgeschlossen galt, sehen viele Politikerinnen und Politiker nun im Bereich des Möglichen. Nun hat sich der designierte FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai im ZDF-"Moma" zur Debatte geäußert.

Impfpflicht, ja oder nein? Es ist wohl eine der meistdiskutierten Fragen derzeit: Wird man der Pandemie durch einen allgemeinen Zwang zur Impfung Herr? Eine Mehrheit der Deutschen spricht sich laut aktuellen Umfragen mittlerweile dafür aus. Und auch immer mehr Politikerinnen und Politiker plädieren inzwischen dafür, auch wenn sie das noch vor kurzem ausgeschlossen hatten. Auch der künftige Generalsekretär der FDP, Bijan Djir-Sarai, habe seine Meinung inzwischen geändert, wie er nun im ZDF-"Moma" im Gespräch mit Moderator Mitri Sirin erklärte.

Djir-Sarai: FDP in puncto Impfpflicht "nicht gespalten"

"Wenn Sie mir die Frage nach einer Impfpflicht im Sommer gestellt hätten, hätte ich gesagt, dass ich dagegen bin", so Djir-Sarai. "Heute hat sich die Faktenlage aus meiner Sicht völlig verändert." Der Einschätzung Sirins, die FDP sei hinsichtlich der Einführung einer Impfpflicht "gespalten", widersprach er hingegen. Er selbst sei bislang unentschlossen und wolle erst nach reichlicher Überlegung abstimmen. Sorgen, dass mit einer Stimme für die Impfpflicht das Vertrauen junger Wählerinnen und Wähler in die FDP verloren ginge, habe er nicht, so Djir-Sarai weiter.

Auch im Hinblick auf einen erneuten Lockdown habe er seine Meinung revidieren müssen. "Wir sind uns darüber im Klaren, dass die Situation heute eine andere ist als im Sommer", erklärte er. Das Ziel sei weiterhin, "möglichst viel Freiheitsrechte zu bewahren", und sich gleichzeitig der Pandemiebekämpfung zu widmen. Obwohl sich die Infektionslage durch die Omikron-Variante verschärft habe, müsse man achtgeben, dass Maßnahmen verhältnismäßig bleiben: "Es liegt in der Natur der Sache, dass eine liberale Partei staatliche Eingriffe immer kritisch begleitet."

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.