Fed bremst Zins-Optimismus - Nasdaq erzielt Mini-Gewinne, Tesla-Aktie weiter im Höhenflug

Elon Musk, Tesla-Chef, steht auf der Baustelle der Tesla Gigafactory.<span class="copyright">Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa</span>
Elon Musk, Tesla-Chef, steht auf der Baustelle der Tesla Gigafactory.Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Der US-Leitindex Dow Jones tritt am Dienstag auf der Stelle, die Tech-Aktien können hingegen leicht zulegen. Weiter stark zeigt sich die Aktie von Tesla.

Der Dow Jones Industrial##chartIcon beendete den Dienstaghandel bei 39.291 Punkten, 0,13 Prozent tiefer als am Vortag. Der technologielastige Nasdaq 100##chartIcon schloss bei 20.453 Zählern. Er gewinnt 13 Punkte beziehungsweise 0,07 Prozent.

Mit Gewinnen von jeweils mehr als 2,5 Prozent gehörten drei Titel zu den Tagessiegern:  Tesla##chartIcon, Warner Bros. Discovery sowie Nvidia. Der Börsenwert von Tesla klettert auf 822 Milliarden Dollar (rund 762 Milliarden Euro). Damit ist der E-Auto-Pionier von Elon Musk deutlich mehr wert als die gesamte deutsche Automobil-Industrie mit Audi, BMW, Mercedes-Benz, Porsche und Volkswagen.

 

Fed-Chef Powell bremst Hoffnungen auf rasche Leitzins-Senkung

Fed-Chef Jerome Powell belastete die Anlegerstimmung. Der Notenbanker gab in einem Statement keine klaren Hinweise für eine baldige Leitzinssenkung. Die jüngsten Inflationsdaten deuteten auf „bescheidene Fortschritte“ bei der Preisentwicklung hin. Powell ergänzte: „Mehr gute Daten" würden das Vertrauen stärken, dass sich die Inflation nachhaltig dem Zielwert der US-Notenbank von 2,0 Prozent nähert. Aktuell liegt der Wert in den USA bei 3,1 Prozent.

Dax verbucht weitere Verluste

Der Dax##chartIcon verlor am Dienstag 1,28 Prozent auf 18.236 Punkte. Dabei sackte der deutsche Leitindex unter die viel beachtete 21-Tage-Linie, die den kurzfristigen Trend angibt. Auffällig schwach zeigte sich Mercedes-Benz##chartIcon mit Verlusten von 3,4 Prozent.

Der MDax##chartIcon, der Index für die mittelgroßen Unternehmen, gab um 1,15 Prozent auf 25.252 Punkte nach. Europaweit wurden ebenfalls teils deutliche Verluste verbucht: Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 beendete den Tag mit minus 1,33 Prozent auf 4903 Zähler, auch die Länderbörsen in Paris und London schlossen schwächer.

VW senkt Prognose wegen Belastung in Milliardenhöhe

Nach Handelsschluss in Deutschland sorgte der Volkswagen##chartIcon-Konzern für Enttäuschung: Der Autobauer senkte wegen milliardenschwerer Belastungen unter anderem bei seiner Premiumtochter Audi die Ergebnisprognose für das laufende Jahr. Statt 7,0 bis 7,5 Prozent vom Umsatz dürften nun nur noch 6,5 bis 7,0 Prozent als operatives Ergebnis hängenbleiben, teilte der Dax-Konzern überraschend am Dienstagabend in Wolfsburg mit. Den Konzern träfen Belastungen in Höhe von 2,6 Milliarden Euro, darunter Rückstellungen für den Personalabbau bei der Kernmarke VW Pkw in Höhe von 0,9 Milliarden Euro. Die Volkswagen-Aktie gab leicht nach.