Fernsehen: Max und Moritz und die Nazis: „Schatten der Mörder“ im ZDF

·Lesedauer: 1 Min.

Nazis jagen und ihnen ihren Hass und ihre Grausamkeit mit gleicher Münze zurückzahlen: Dieser Erlösungsfantasie hat Quentin Tarantino schon in seinem oscar-gekrönten Kinofilm „Inglourious Basterds“ mit Lust gefrönt. Wie soll man das noch toppen? Die internationale Serie „Schatten der Mörder – Shadowplay“ macht es vor: indem man es mit „Max und Moritz“ kreuzt, jener berühmten, ur-deutschen Bildergeschichte von Wilhelm Busch, dem Vater aller Comics. Und so brachial, wie die bösen Buben darin brave Bürger traktierten, werden hier Hitlers willige Schergen gerichtet.

Es ist gerade mal ein paar Tage her, dass die dritte Staffel „Babylon Berlin“ in der ARD zu Ende ging, da antwortet das ZDF mit dieser neuen Berlin-Serie, die nicht am Ende der Weimarer Republik spielt, sondern direkt nach Kriegsende. Als Schauwert fällt die Stadt damit aus, hier werden keine berühmten Ecken ausgestellt. Hier gibt es nur Trümmer und Ruinen. Und als ein ahnungsloser Amerikaner einmal nach dem Weg fragt, wird nur verständnislos der Kopf geschüttelt. Auch Straßen gibt es nicht.

An jeder Ecke sieht man, dass nicht in Berlin gedreht wurde

Es ist eine sehr verwegene Geschichte, die sich der schwedische Regisseur und Autor Mans Marlind („Die Brücke“) da ausgeheckt hat. Die in vier Sektoren zerteilte Stadt ist ein rechtsfreier Raum und nicht nur wegen der Sommerhitze aufgeladen.

Ausgerechnet ein Polizist aus New York, Max McLaughlin (Taylor Kitsch), wird vom US-Konsulat angefordert, um dort eine funktionierende P...

Lesen Sie hier weiter!