Ferrari, Porsche & Co.: Auf diese fünf Sportwagen freue ich mich 2022 am meisten

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Das Design des De Tomaso wurde bereits 2019 das erste Mal gezeigt, die Serienfertigung soll jedoch erst dieses Jahr starten.
Das Design des De Tomaso wurde bereits 2019 das erste Mal gezeigt, die Serienfertigung soll jedoch erst dieses Jahr starten.

Auch 2022 wird der Automarkt wie gewohnt mit einer Vielzahl neuer Modelle geflutet. Laut dem Fachmagazin Auto Motor und Sport sollen bis Ende Dezember insgesamt über 120 Premieren anstehen. Bei einem Großteil davon ist im Unterboden eine Lithium-Ionen-Batterie untergebracht, vor allem die Massenhersteller treiben gerade nämlich massiv die Elektrifizierung ihrer Modellpalette voran.

Doch nicht nur Branchengiganten wie VW, Renault oder Toyota sind dazu gezwungen, ihre Autos unter Strom zu setzen. Auch die Hersteller von exklusiveren Fahrzeugen geraten angesichts des drohenden Verbrenner-Aus und den immer strenger werdenden Abgasnormen zunehmend unter Druck. Im Luxus- und Sportwagensegment wird aber, zumindest so lange es noch geht, weiter den klassischen Verbrennungsmotoren gefrönt. Der emotionale Sound ist für die gutbetuchte Kundschaft schließlich immer noch einer der dominierenden Kaufgründe.

Hier kommt meine Favoritenliste des kommenden Autojahres - dabei habe ich mich auf fünf Modelle beschränkt, welche die Herzen der Sportwagen-Fans höher schlagen lassen dürften und großteils schon im vergangenen Jahr enthüllt wurden.

De Tomaso P72

Optisch erinnert der De Tomaso der Neuzeit an die Le Mans-Renner aus den Sechzigern.
Optisch erinnert der De Tomaso der Neuzeit an die Le Mans-Renner aus den Sechzigern.

Der Name sagt euch nichts? Nicht schlimm, De Tomaso hatte seine Glanzzeit in den Sechziger- und Siebzigerjahren mit Mittelmotor-Flundern wie dem Mangusta oder Pantera. Auch wenn mehrfach an einem Comeback gewerkelt wurde, verschwand die italienische Marke in der Versenkung. Bis zur 2019er-Ausgabe des Festival of Speed im britischen Goodwood.

Dort wurde zum 60. Jubiläum der Marke ein recht seriennaher Prototyp des kommenden Supercars P72 enthüllt, bei dem es sich um eine Hommage an den zusammen mit Caroll Shelby entwickelten Rennwagen P70 aus dem Jahre 1965 handelt. Anfang Januar verkündete der mittlerweile Chinesen gehörende Autobauer dann, dass die Autos in einer neuen Fabrik nahe des Nürburgrings gefertigt werden sollen. Ende 2022 dürfte die Produktion starten.

Die technischen Eckdaten des Retro-Supercars klingen schonmal vielversprechend - der Rennwagen für die Straße soll, wie seine historischen Vorfahren, von einem Ford-V8 angetrieben werden, der von einem Kompressor aufgeladen wird, so über 700 PS leistet und 825 Newtonmetern Drehmoment an die Hinterräder abgeben soll. Die Gangwechsel erfolgen ganz klassisch per Hand.

Mercedes-AMG SL

Obwohl das Namenskürzel ursprünglich für "super leicht" stand, wiegt die neue Generation fast zwei Tonnen.
Obwohl das Namenskürzel ursprünglich für "super leicht" stand, wiegt die neue Generation fast zwei Tonnen.

Ende Oktober hat Daimler die mittlerweile siebte Generation des legendären Roadsters vorgestellt, die noch im ersten Quartal 2022 auf den Markt kommt. Mit dem Modellwechsel gab es eine große Veränderung: Die neue Baureihe R232 wurde erstmals komplett von Mercedes-AMG entwickelt und wird ausschließlich unter dem Namen der hauseigenen Performance-Abteilung vertrieben. Die Affalterbacher stellten bei der Premiere vor allem den neuen Spaceframe-Rahmen aus Alu heraus, da dieser besonders verwindungssteif und vergleichsweise leicht sein soll.

Auf dem Datenblatt steht aber trotzdem ein Leergewicht von üppigen 1,9 Tonnen - der Name "super leicht" passt also nicht mehr wirklich. Im Vergleich zum komfortorientierten Vorgänger soll der Neue aber trotzdem deutlich dynamischer sein und stellt dies auch optisch heraus. Unter der Haube des Allradlers finden sich zukünftig nämlich nur noch V8-Aggregate, die je nach Version 476 oder 585 PS leisten. Das Topmodell SL 63 sprintet so in 3,6 Sekunden auf Hundert und stößt erst bei 315 km/h an seine Grenzen. Angesichts dieser schieren Kraft erklärt sich auch der deutlich erhöhte Basispreis, der zukünftig bei etwa 140.000 Euro liegen soll.

Ferrari 296 GTB

Die rein elektrische Reichweite des Hybridsportlers beträgt mickrige 25 Kilometer.
Die rein elektrische Reichweite des Hybridsportlers beträgt mickrige 25 Kilometer.

Der 2023er 296 GTB ist einer der spannendsten Ferrari seit Jahren, da er zwischen den Zeiten wandert. Zum einen ist er mit seinem modernen Hybridantrieb und dem aggressiven Design ein typisches Supercar der modernen Machart. Auf der anderen Seite können sein V6-Motor und sein Grundkonzept als Hommage an den ersten Dino gedeutet werden, der zwischen 1969 und 1974 das intern ungeliebte Einstiegsmodell der italienischen Sportwagenschmiede war.

Auch wenn sein Motor für einen Ferrari vergleichsweise wenig Zylinder hat, strotzt der 296 GTB nur so vor Kraft. Der komplett neu entwickelte Sechszylinder hat nur drei Liter Hubraum, gibt aber schon alleine 663 PS an das Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe ab. Mit einer Literleistung von 221 PS hält er in dieser Disziplin den Weltmeistertitel inne. Wenn ihm der E-Motor unter die Arme greift, stehen sogar 830 PS zur Verfügung. In 2,9 Sekunden geht es von Null auf Hundert. Der Vortrieb gerät erst bei 330 km/h ins Stocken. Preislich startet der Hybridsportler zumindest in Italien bei rund 270.000 Euro.

Porsche 718 Cayman GT4 RS

Mit einem Grundpreis von 141.338 Euro ist der GT4 RS fast dreimal so teuer wie der Basis-Cayman.
Mit einem Grundpreis von 141.338 Euro ist der GT4 RS fast dreimal so teuer wie der Basis-Cayman.

Der elektrische Taycan ist ein faszinierendes Auto, keine Frage. Doch für Porsche-Fans sind vor allem die klassischen Boxermotoren der wichtigste Bestandteil der Marken-DNA. Im November haben die Schwaben die radikalste Ausbaustufe des Cayman enthüllt, die ab dem Frühjahr an die treue Kundschaft ausgeliefert werden soll. Die Weissacher Ingenieure haben dem zierlichen Sportwagen den Vierliter-Sechszylinder des großen Bruders 911 GT3 verpasst und somit das kompromissloseste Porsche-Modell seit Jahren geschaffen.

Damit aber nicht genug - der Sportler wurde auf Diät gesetzt und sein Abtrieb mithilfe des auffälligen Flügelwerks optimiert. Auch wenn das hochgezüchtete Aggregat in dem 1,4 Tonnen-Zweisitzer zehn Pferdchen weniger auf die Hinterräder loslässt, reichen die 500 PS für einen Topspeed von üppigen 315 km/h und eine Null auf Hundert-Zeit von 3,4 Sekunden. Von dem messerscharfen Handling und dem Grinsen im Gesicht des Fahrers ganz zu schweigen.

Aston Martin Vantage V12

Von der Version mit V12 gibt es noch keine Bilder, sie dürfte optisch aber deutlich brachialer als der normale Vantage auftreten.
Von der Version mit V12 gibt es noch keine Bilder, sie dürfte optisch aber deutlich brachialer als der normale Vantage auftreten.

Der 2022 kommende Vantage V12 hat bereits vor seiner Premiere den Klassikerstatus erreicht. Aston Martin hat nämlich bereits angekündigt, dass er der letze seiner Art sein wird. Spätestens die strenge Euro 7-Abgasnorm wird dem markentypischen Zwölfzylinder den Gar ausmachen. Ab 2025 wird der klangstarke Vantage von einem rein elektrischen Coupé ersetzt.

Doch in der Zwischenzeit sorgt der Vantage nochmals für pure Emotionen. Derzeit drehen die Prototypen noch Testrunden auf der Nordschleife des Nürburgrings. Trotz ihrer Tarnung, sind schon einige optische Änderungen zu erkennen. Unter anderem bekommt der V12 Radhausverbreiterungen, einen riesigen Kühlergrill, massive Lufteinlässe und eine zweideutige Auspuffanlage. Technische Eckdaten gibt es noch nicht, im größeren DB11 leistet der Zwölfzylinder jedoch 608, beziehungsweise 639 Pferchen. In dieser Leistungsklasse dürfte auch die Hardcore-Version des kompakteren Vantage antreten.

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