Festkonzert: Unter Ken Nagano sprüht das DSO vor Leidenschaft

Unter der Leitung von Kent Nagano spielt das Deutsche Symphonie-Orchester Beethoven, Schubert und Richard Strauss.

Geballter Glanz in der Philharmonie: Rund zwei Wochen vor Ostern leistet sich das Deutsche Symphonie-Orchester ein Festkonzert der besonderen Art. Ein Konzert, das ein weiteres Mal in dieser Saison an die Orchestergründung vor 70 Jahren erinnern soll. Ein Konzert aber auch, das unüberhörbar zur Feier seines Ehrendirigenten Kent Nagano gedacht ist. Mit Schuberts As-Dur-Messe und Beethovens "Chorfantasie" op. 80 als festliche Eckpfeiler und Richard Strauss' "Metamorphosen" für 23 Solostreicher als kontrastierendes Seelendrama dazwischen. Für Nagano, den DSO-Chef von 2000 bis 2006, ist es bereits der zweite Auftritt in der Jubiläumssaison. Und wieder bereiten die Musiker ihm viel Freude: So zugewandt und inspiriert, so konzentriert und leidenschaftlich spielt ein Orchester wohl nur, wenn es seinen Dirigenten wirklich schätzt.

In Schuberts As-Dur-Messe wird darüber hinaus deutlich, wie sehr das DSO und Nagano auf gemeinsame Bruckner-Erfahrungen zurückgreifen können. Ob im Gloria, im Credo oder Sanctus – immer mal wieder tauchen sie auf, die ruhenden Klangflächen, die kreisenden Sequenzen, die mediantischen Harmoniefolgen, die später für Bruckner so typisch sind.

Mild und geschmeidig wirkt das Orchester zunächst im Kyrie, hell und klar setzt der Rundfunkchor ein. Was folgt, ist eine spannende Annäherung, die sich bis zum Credo hinzieht – und dort zur nahezu vollständigen Vereinigung führt. Vermutlich ist an dieser Stelle Naganos Klangideal erreicht: eine Synthese aus Struktur- und S...

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