Haftbefehl nach BVB-Anschlag - Aktienspekulation als Motiv

Der Sprengstoffanschlag auf die Mannschaft des BVB hat nach Erkenntnissen der Ermittler einen kriminellen Hintergrund: ...

Der Sprengstoffanschlag auf die Mannschaft des BVB hat nach Erkenntnissen der Ermittler einen kriminellen Hintergrund: eine geplante Aktienmanipulation.

Der gefasste Verdächtige soll mit dem Angriff auf einen Kursverlust der BVB-Papiere gesetzt haben, wie die Bundesanwaltschaft mitteilte. Mit den Börsen-Spekulationen habe der 28-Jährige dann wohl viel Geld kassieren wollen. Er war am frühen Freitagmorgen im Raum Tübingen festgenommen worden - am Abend erging Haftbefehl. Der Mann sei dringend tatverdächtig, hieß es in einer Mitteilung der Behörde.

Anhaltspunkte für mögliche Gehilfen und Mittäter bei dem Anschlag gebe es bislang nicht, sagte die Sprecherin der Bundesanwaltschaft, Frauke Köhler. Die Behörde behalte diese Frage aber weiter im Blick.

Dem Verdächtigen Sergej W. wird versuchter Mord, Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion sowie gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Der in Freudenstadt wohnende Mann hat laut Bundesanwaltschaft die deutsche und die russische Staatsangehörigkeit.

Nach Angaben des Bundeskriminalamts hat er sich nach der Festnahme nicht zur Tat geäußert. Auf eine entsprechende Frage des ZDF-„heute journals” sagte der BKA-Präsident Holger Münch: „Nein, er hat sich nicht eingelassen.” „Focus Online” zitierte dagegen Sicherheitskreise, denen zufolge der Verdächtigte bei der Festnahme durch die Elite-Polizeieinheit GSG9 gesagt haben soll: „Ich bin es, ihr habt den Richtigen.” Er habe seine Wohnungsschlüssel für eine Durchsuchung ausgehändigt und sei in Tränen ausgebrochen.

Die Ermittler seien ihm „sehr früh” auf die Spur gekommen, nachdem sie einen Hinweis auf auffällige Börsenkäufe von Optionsscheinen bekommen hätten, berichtete BKA-Chef Münch. Die Festnahme dauerte nach Münchs Angaben dann aber noch, weil...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung

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