Festnahme nach Anschlag in Dortmund: Aktienspekulation als Tatmotiv

Die deutsche Polizei hat im Zusammenhang mit dem Anschlag auf den Mannschaftsbus des Bundesliga-Fußballvereins BVB in Dortmund einen Verdächtigen festgenommen. Möglicherweise hatte er darauf spekuliert, durch den Anschlag an viel Geld zu kommen.

Bei dem Verdächtigen handelt es sich um einen 28-jährigen Mann. Er hatte nach Angaben der Bundesanwaltschaft 15.000 Verkaufsoptionen für die BvB-Aktie gekauft. Wäre die Aktie durch den Anschlag stark gefallen – beispielsweise, weil mehrere Spieler schwer verletzt oder getötet worden wären – wären die Optionen im Wert gestiegen. Am ersten Handelstag nach dem Anschlag war die Aktie zunächst etwas abgerutscht, schloss letztlich aber 1,7 Prozent im Plus. Die Aktienoptionen hatten einen Wert von 78.000 Euro. Finanziert hatte der Verdächtige sie wohl über einen Verbraucherkredit.

Die Transaktion wurde am Tag des Spiels aus dem Mannschaftshotel durchgeführt. Dort hatte der Verdächtige schon zwei Tage vorher ein Zimmer mit Blick auf den Anschlagsort gemietet. Festgenommen wurde der Verdächtige bei Tübingen. In Rottenburg am Neckar gibt es derzeit noch einen weiteren einen Polizeieinsatz. Dort hat die Polizei ein Wohngebiet abgeriegelt.

Die Bomben, die mit Metallstiften gespickt waren, explodierten am 11. April kurz vor dem Spiel des BvB gegen den AS Monaco. Das Spiel wurde abgesagt und einen Tag später nachgeholt.

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