FFP2-Masken: Studie zu Omikron

·Freiberufliche Journalistin
·Lesedauer: 3 Min.

Die neue Corona-Variante Omikron ist im Vergleich zu Delta sehr viel ansteckender. Lohnt sich das Tragen einer FFP2-Maske überhaupt? Eine neue Studie kommt zu erstaunlichen Ergebnissen.

Wie gut schützen FFP2-Masken? (Bild: Getty Images)
Wie gut schützen FFP2-Masken? (Bild: Getty Images)

Seit gut zwei Jahren dauert der Kampf gegen Corona nun schon. Sich gegen die Viren zu schützen, ist schwierig. Abstand halten allein reicht nicht aus. "Sogar drei Meter Abstand schützen nicht. Selbst bei dieser Distanz dauert es keine fünf Minuten, bis sich eine ungeimpfte Person, die in der Atemluft eines Corona-infizierten Menschen steht, mit fast 100prozentiger Sicherheit ansteckt", erklärt das Max-Planck-Institut.

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FFP2-Masken sind deshalb für viele Menschen das Mittel der Wahl, um sich vor einer Ansteckung zu schützen. Wie gut das funktioniert, hat ein Forscherteam des Max-Planck-Instituts im vergangenen Jahr anhand der damals vorherrschenden Delta-Variante des Sars-CoV-2-Virus untersucht.

Ergebnis: Tragen sowohl die infizierte als auch die nicht-infizierte Person gut sitzende FFP2-Masken, beträgt das maximale Ansteckungsrisiko nach 20 Minuten selbst auf kürzeste Distanz kaum mehr als ein Promille. Sitzen ihre Masken schlecht, steigt die Wahrscheinlichkeit für eine Infektion auf etwa vier Prozent. Tragen beide gut angepasste OP-Masken, wird das Virus innerhalb von 20 Minuten mit höchstens zehnprozentiger Wahrscheinlichkeit übertragen.

Auf Twitter veröffentlicht der Forscher die überraschenden Messergebnisse:

Doch gilt das auch für Omikron? Immerhin beschert uns die neue Corona-Variante hierzulande ein bisher nicht gekanntes Ausmaß an Ansteckungen. Die Fallzahlen schießen in die Höhe und sind erstmals sechsstellig. Da fragt sich mancher, ob es überhaupt einen Schutz gegen die aggressive Variante gibt.

FFP2_Masken schützen besser bei Omikron

Das Forscherteam um den Wissenschaftler Mohsen Bagheri hat die Studie vom Dezember nun auf die Omikron-Variante erweitert und kommt zu einem erstaunlichen Ergebnis.

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Obwohl Omikron deutlich ansteckender ist als Delta, schützen FFP2-Masken laut der Untersuchungen des MPI-Teams bei der neuen Variante besser vor einer Ansteckung. "Mit Masken bei Omikron ist die Obergrenze des Infektionsrisikos niedriger als bei Delta. Wir sind davon ausgegangen, dass Omikron dreimal ansteckender ist als Delta (…)", erklärt Bagheri auf Twitter anhand eines Schaubilds mit Messergebnissen.

Wichtig: Maske muss gut sitzen

Gerade bei Omikron gewinnen FFP2-Masken also noch einmal an Bedeutung, um sich gegen das neue Virus zu schützen. Wichtig ist, dass die Masken gut sitzen und eng am Gesicht anliegen. An den Rändern sollte möglichst keine Luft vorbeiströmen und beim Einatmen sollte die Maske spürbar ans Gesicht angesogen werden.

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