Film: „High Note“ im Kino und im Netz: Misstöne der Traumfabrik

Alles nicht mehr so wichtig. Früher gab es bei Filmen noch eine klare Präferenz: Erst mal wurden sie auf der großen Leinwand gezeigt, bevor sie als DVD in den Handel kamen oder auf Plattformen gestreamt wurden. Auch wenn das Kinofenster dabei immer enger wurde und sich zuletzt bei nur drei Monaten eingependelt hat. Dabei führte die Kinobranche zwar einen erbitterten Kampf gegen Netflix, das Eigenproduktionen nur für wenige Tage in wenigen Kinos zeigte und das als Exklusivwerbung missbrauchte. Doch trotz solcher Störmanöver schien das System noch zu funktionieren.

Bis Corona kam, die Kinos schließen mussten und sich zahllose neue Filme stauen. In der Not haben in Deutschland einige kleinere Filmverleiher ihre Titel auf eigenen Kanälen als Video-on-Demand herausgebracht. Oder gingen Kooperationen mit Streamingplattformen ein, wobei der Nutzer auch das Lieblingskino, in dem er den Film sonst gesehen hätte, unterstützen konnte.

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Das war freilich nur als Zwischenlösung gedacht. Dann aber verzichtete Universal als erster großer Hollywoodmulti schon kurz nach dem Lockdown auf die Kinoauswertung eines Blockbusters und brachte den Animationsfilm „Trolls World Tour“ gleich als Video-on-Demand heraus.

Keine Zeit für die Liebe: Maggie will den jungen Sänger David Cliff (Kelvin Harrison Jr.) promoten. Glen Wilson / dpa

Kein Ausrutscher, sondern möglicherweise eine neue Strategie. Denn nun bietet dasselbe Filmstudio seit dem 26. Juni den Film „High Note“ gleich doppelt an: Im Kino, zumindest in den Bundesländern, in denen die Lichtspielhäuser schon wieder öffnen ...

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