Film-Legende: Das fliegende Auge von Hollywood: Michael Ballhaus ist tot

Nur wenige Kameramänner bringen es zu Weltstars. Michael Ballhaus war einer von ihnen. Nun ist er mit 81 Jahren in Berlin gestorben.

Vor einem Jahr hatte er noch mal eine große Bühne. Auf der Berlinale 2016 wurde Michael Ballhaus die Hommage gewidmet, noch einmal wurden seine größten Filme gezeigt und er selbst mit dem Ehrenbären für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Es war ein bewegender Abend, Ballhaus kämpfte mit den Tränen. Denn es war auch ein Abschied. Das hatte er selbst so beschlossen.

Er verlor nicht nur zunehmend sein Augenlicht, auch das Gedächtnis ließ ihn immer öfter im Stich. So wollte er nicht in Erinnerung bleiben. Deshalb wollte er sich leise zurückziehen. Nun ist der berühmte Kameramann, wie seine Familie bekannt gab, in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch nach kurzer Krankheit mit 81 Jahren in seiner Zehlendorfer Wohnung verstorben.

Die Stars, das sind normalerweise die anderen. Die Schauspieler, die vor der Kamera stehen. Oder die Regisseure, die sie anweisen. Kameramänner stehen in der Regel nicht im Fokus. Es gibt auch hier legendäre Meister wie Nestor Almendros, Janusz Kaminski oder Christopher Doyle. Aber sie sind meist nur Experten bekannt. Ballhaus hat es als einer der wenigen seines Fachs zum echten Weltstar geschafft.

Dabei hätte auch er ein Schauspieler werden können. Seine Eltern waren es ja auch, sie führten ein eigenes Theater, richteten ein ganzes Schloss dafür ein. Und der Sohn liebte die Bühne. Aber spielen konnte er nicht. Die Eltern schenkten ihm deshalb eine Kamera, damit er Fotos von den Inszenierungen machen konnte. Damit war seine Berufung geweckt. Es war auch der Vater, ...

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