Film: Zum Schießen, dieser Film: "Free Fire"

Eine öde Halle, ein paar Stars und viel blaue Bohnen: Mehr braucht es nicht in dieser Genreparodie. Ist aber nur für Hartgesottene.

Es ist die vielleicht längste Schießerei der Filmgeschichte. Und mit Sicherheit die aberwitzigste. Mal sehen, ob wir das im Nachhinein noch so genau rekonstruieren können: Im Boston des Jahres 1978 wollen Anhänger der IRA von einer örtlichen Gangsterbande ein Arsenal an Waffen kaufen. Da man sich nicht kennt, aber von Herzen misstraut, haben beide Seiten noch einen Mittelsmann bzw. eine Mittelsfrau organisiert. Ein paar Fahrer, die nicht unbedingt die hellsten sind. Und Heckenschützen lauern auch noch.

In der Lagerhalle, in der der Deal vollzogen wird, knistert es von Anfang an vor aufgeladener Spannung. Und als einer der Fahrer in einem der IRA-Leute den Typen erkennt, mit dem er sich am Vorabend in einer Kneipe geprügelt hat, ist es dieser kleine Funke, der das Pulverfass zum Explodieren bringt. Ein erster Schuss, ein zweiter, und bald wird geballert, was die Munition hergibt. Und die liegt ja praktischerweise in vollen Kisten vor.

Bild Nr. 1:
Der IRA-Kämpfer Chris (Cillian Murphy) im Pulverdampf Splendid Film GmbH / dpa

Das ist jetzt auch schon die ganze Handlung, und nicht nur grob umrissen. Ben Whitley braucht nicht viel für sein Genre-Kammerspiel. Eine öde Halle und ein paar Stars (darunter Armie Hammer, Brie Larsen, Cillian Murphy und Sam Riley), die er allerdings in ziemlich schrille 70er-Jahre-Outfits steckt und bis zur Unkenntlichkeit entstellt.

"Free Fire" löst genau das ein, was der Titel verspricht. Wobei erst mal mit deftigen Sprüchen geschossen wird, lauter Onliner, die sehr viel ­genauer treffen als die Geschosse. Im Kino eines Sam Packinpah waren die ...

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