Filmfestspiele Venedig: "Das Virus hat die Kreativität angeregt"

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Es ist das älteste Filmfestival der Welt, in einer der schönsten Städte der Welt. Nach Pedro Almodóvars Film «Madres paralelas» zur Eröffnung konkurrieren bei den Filmfestspielen von Venedig 20 weitere Werke um den Goldenen Löwen für den besten Film.

Vor der Traumkulisse wurden die besten Filme der letzten Jahre mit einem Goldenen Löwen ausgezeichnet, vom Joker mit Joaquin Phoenix über Roma von Alfonso Cuarón oder Nomadland von Chloé Zhao.

Festivaldirektor Alberto Barbera freut sich trotzdem wieder auf ein außergewöhnliches Festival:

„Die schwierigen Bedingungen, unter denen die Filme gedreht wurden, die Pandemie, das Virus, die Sicherheitsbedingungen haben die Kreativität der Filmemacher angeregt. Und viele Regisseure laufen zu ihren besten Filmen auf – dieses Festival dürfte eines der stärksten in den letzten Jahren werden."

Viele Regisseure laufen zu ihren besten Filmen auf.

Alberto Barbera
Direktor der Filmfestspiele von Venedig

"THE POWER OF THE DOG"

Im Gegensatz zu Cannes ist das Streaming-Unternehmen Netflix am Lido willkommen und präsentiert einige der derzeit am ungeduldigsten erwarteten Filme wie "The Power of the Dog" mit Benedict Cumberbatch und Kirsten Dunst, einen Western, der düster aussieht...

Zur Erinnerung die Cannes-Regel: Ein Film muss ins Kino kommen, um am Wettbewerb teilnehmen zu dürfen. Pech für Streamer wie Netflix und Amazon.

"DIE HAND GOTTES"

Netflix produziert auch europäische Filme wie den neuesten Film des italienischen Regisseurs Paolo Sorrentino, „Die Hand Gottes“ („The Hand of God“), in Venedig im Wettbewerb um den Goldenen Löwen.

Alberto Barbera, Direktor der Filmfestspiele von Venedig:

"Es ist ein von Netflix produzierter Film, er konnte aus den uns bekannten Gründen in Cannes nicht am Wettbewerb teilnehmen, also sind wir froh, Sorrentino hier zu haben. Er war ja schon paarmal in Venedig, zweimal mit der Serie "The Young Pope" „Der junge Papst“ und 1999 mit seinem Debütfilm. Daher ist dies auch für ihn eine sehr willkommene Rückkehr."

„Die Hand Gottes“ ist die Geschichte eines Jungen im turbulenten Neapel der 1980er Jahre. Sorrentinos bisher persönlichster Film erzählt von Schicksal und Familie, Sport und Kino, Liebe und Verlust.

Die Mostra geht bis zum 11. September.

su mit AFP

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