Filmreif: Bewohnern eines Seniorenheims gelingt spektakuläre Flucht

Willy Flemmer
·Freier Autor für Yahoo
·Lesedauer: 2 Min.

Zwei Bewohner brechen aus einem Seniorenheim aus. Wie ihnen das Kunststück gelingt, könnte nicht besser in einem Film erzählt werden.

Einem Rentnerpaar aus den USA ist eine filmreife Flucht aus einem Seniorenheim gelungen. (Symbolbild: Getty Images)
Einem Rentnerpaar aus den USA ist eine filmreife Flucht aus einem Seniorenheim gelungen. (Symbolbild: Getty Images)

Zwei Bewohner schafften es auf spektakuläre Weise, aus einer Einrichtung für betreutes Wohnen zu türmen. Bemerkenswerter jedoch als das ist der Umstand, wie dem betagten Ehepaar das Kunststück gelang. So viel sei schon jetzt verraten: Von Nutzen war ihnen die Militärerfahrung des Mannes.

Ort des filmreifen Geschehens ist das Pflegeheim Elmcroft of Lebanon in der Stadt Lebanon, US-Bundesstaat Tennessee. Von dort waren die zwei Bewohner Anfang März ausgebrochen. Aufhalten konnte das Ehepaar dabei auch so manches Hindernis nicht.

Flucht trotz Hindernissen

Da ist zum Beispiel die mentale Verfassung beider Bewohner. Der Mann leidet an Demenz, die Frau wurde mit Alzheimer und Parkinson diagnostiziert, wie aus Unterlagen des Tennessee Department of Health hervorgeht. Außerdem war das Ehepaar in einem eingeschlossenen Wohnbereich des Heims untergebracht. Zu- und Ausgang erfolgt über eine Tür, die sich nur mittels Eingabe eines Zahlencodes öffnen lässt. Für die Ausreißer war ausgerechnet diese Sicherheitsvorkehrung der Schlüssel zu ihrer "Freiheit".

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Nachdem sie wenig später "eingefangen" wurden, erfuhren die Mitarbeiter von den näheren Umständen der "Flucht". Laut den genannten Unterlagen gab der Mann zu Protokoll, dass er beim Militär mit Morse-Codes gearbeitet hatte. Diese Erfahrung kam ihm und seiner Frau bei der Flucht offenbar zugute.

Echter Angus MacGyver

Denn als der Mann die Pflegeheim-Mitarbeiter an der Eingangstür den Zahlencode eingeben hörte, heißt es weiter, hätte er diesen anhand den einzelnen Tastentöne herleiten können. Wie schon gesagt: eine filmreife Aktion. Ein Angus MacGyver aus der Serie "MacGyver" hätte es nicht besser hingekriegt.

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"In Freiheit" waren die Ausbrecher übrigens nicht lange. Rund 30 Minuten, nachdem ihre Abwesenheit aufgefallen war, befanden sie sich wieder im Heim. Sie wären "zwei Blocks die Straße entlanggegangen", heißt in den Unterlagen, "bevor ein Fremder sie aufsammelte und in die Einrichtung zurückbrachte".

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