Finanzielle Anreize: Berliner Verkehrslenkung: Mitarbeiter sollen Prämien kriegen

Berlins Verkehrsstaatssekretär will Verwaltungsmitarbeiter mit finanziellen Anreizen dazu bringen, Akten schneller abzuarbeiten.

Die Mitarbeiter der in die Kritik geratenen Verkehrslenkung Berlin (VLB) sollen finanzielle Anreize erhalten, um besser zu arbeiten. "Wo es Sinn macht, werden wir das einführen", sagte Verkehrsstaatssekretär Jens-Holger Kirchner (Grüne). Allerdings hat die Einführung eines Prämiensystems einen Nachteil. "Leistungsprämien sind möglich, aber nur für Beamte", räumt Kirchner ein.

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Für Leistungsprämien: Jens-Holger Kirchner JOERG KRAUTHOEFER/RETO KLAR

Bislang sei der Leistungsgedanke in der Verwaltung "nur bedingt ein Thema", sagte Kirchner zur Begründung. Es sei wie überall: "Ein Drittel der Mitarbeiter arbeitet über Gebühr, ein Drittel arbeitet normal und ein Drittel ruht sich aus." Die Arbeit derjenigen, die mehr als andere leisten, soll daher künftig besser wertgeschätzt werden, kündigt Kirchner an. "Ich halte das für einen Fehler, Angestellte von Leistungsprämien auszuschließen", kritisierte er.

Sorgenkind der Berliner Verwaltung

Die Verkehrslenkung Berlin gilt als eines der Sorgenkinder der Berliner Verwaltung. Die Behörde beklagt einen hohen Krankenstand und einen hohen Aktenstau. Durch die zögerliche Bearbeitung von Baustellenanträgen in der Vergangenheit haben sich Bauvorhaben bis zu zwei Jahre verzögert. Um gegenzusteuern, hat der Senat 20 neue Stellen für die VLB genehmigt. "Die Besetzungsverfahren sind fast abgeschlossen", sagte Kirchner. Allerdings sind die ersten der neu eingestellten Mitarbeiter auch schon wieder weg. Für die gleiche Arbeit erhalten sie beim Bund bis zu 300 Euro monatlich mehr Gehalt. Auch um das Gehaltsgefälle auszugleich...

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