Finanzierung von Flüssiggasterminal im niedersächsischen Stade gesichert

Die Finanzierung eines im niedersächsischen Stade geplanten Flüssiggasterminals ist gesichert. Wie die Landesregierung am Dienstag in Hannover nach einer Sitzung des Kabinetts mitteilte, stellte sie 100 Millionen Euro für den Bau des Terminals im Stader Industriehafen an der Elbe zur Verfügung. Der Bund hatte demnach bereits 100 Millionen Euro zugesichert.

Die Bundesregierung plant als Reaktion auf ausbleibende Erdgaslieferungen aus Russland die Eröffnung von fünf schwimmenden Flüssiggasterminals an den Küsten von Nord-  und Ostsee. Dabei handelt es sich um Spezialschiffe, die flüssiges Gas von Tankern aufnehmen und an Bord wieder in Gas umwandeln. Anschließend wird dieses ins Versorgungsnetz eingespeist und über Pipelines weiterverteilt.

Die schwimmenden Terminals entstehen in den beiden niedersächsischen Häfen Wilhelmshaven und Stade, im schleswig-holsteinischen Brunsbüttel sowie im Hafen von Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern. In Wilhelmshaven sollen zwei Spezialschiffe stationiert werden, in Lubmin plant ein Unternehmen zudem parallel die Anmietung eines sechsten Schiffs. Erste Terminals des Bundes sollen zum Jahreswechsel in Wilhelmshaven und Brunsbüttel die Arbeit aufnehmen.

Der Beschluss des niedersächsischen Landeskabinetts sei "der nächste wichtige Baustein für die Energiesicherheit in Deutschland und ein weiterer Schritt in Richtung Unabhängigkeit von russischem Gas", teilte der niedersächsische Umwelt- und Energieminister Olaf Lies (SPD) mit. Wirtschaftsminister und Vizeministerpräsident Bernd Althusmann (CDU) erklärte: "Wir müssen jede Option nutzen, die eine Gasmangellage verhindert." Das Terminal in Stade helfe bei der Sicherung der Versorgungssicherheit kurz- wie auch langfristig "enorm".

bro/pe