Finanzinvestoren mit guten Chancen für Übernahme des Pharmakonzerns Stada

Kapsel wird nach Produktion bei Stada geprüft

Der monatelange Bieterkampf um den Arzneimittelhersteller Stada ist entschieden. Ein Konsortium der Finanzinvestoren Bain Capital und Cinven erhöhte sein Übernahmeangebot, mit dem das Unternehmen nun mit 5,3 Milliarden Euro bewertet wird, wie Stada am Montag mitteilte. Vorstand und Aufsichtsrat hätten "nach eingehender Prüfung im besten Unternehmensinteresse entschieden", ihr Angebot zu unterstützen.

Bain Capital und Cinven bieten den Angaben zufolge 65,28 Euro zuzüglich 0,72 Euro Dividende je Stada-Aktie. Dies entspreche einer Prämie von knapp 49 Prozent auf den Schlusskurs vom 9. Dezember, dem letzten Aktienkurs vor den ersten Übernahmegerüchten. Damit das Konsortium zum Zug kommt, müssen mindestens 75 Prozent der bisherigen Aktionäre ihre Papiere verkaufen.

In einer Investorenvereinbarung verpflichteten sich Bain Capital und Cinven zu "umfangreichen Schutzbestimmungen" für die Mitarbeiter, Standorte und die Unternehmensstrategie von Stada. Die Zentrale soll demnach weiter im hessischen Bad Vilbel bleiben. Bestehende Betriebsvereinbarungen und Tarifverträge sollen zudem weitergeführt werden. Zudem erklärten sich die Finanzinvestoren zu einem "weitgehenden Verzicht" auf betriebsbedingte Kündigungen für vier Jahre bereit.

Stada mit Hauptsitz in Bad Vilbel beschäftigt weltweit gut 11.000 Menschen, davon etwa 1200 in Deutschland. Das Unternehmen vertreibt vor allem Generika. Bekannt ist Stada für sein Anti-Grippemittel Grippostad und Sonnencremes von Ladival. Im vergangenen Jahr erzielte Stada einen Umsatz von 2,2 Milliarden Euro und einen Gewinn von 177,3 Millionen Euro.

Mit Yahoo Nutzung stimmen Sie zu, dass Yahoo und Partner Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen