"Das finde ich total ätzend" - Oliver Pocher sorgt bei "Let's Dance" für Riesen-Eklat

Oliver Pocher hat sich mit fulminanten Auftritten unter anderem als Britney Spears den Ruf des Publikumslieblings und besten Unterhalters bei "Let's Dance" erarbeitet. Mit der Zuneigung ist es nach der sechsten Liveshow vorbei. Pocher kassierte Buh-Rufe. Schuld daran war ein einziger Satz.

Nur kurz nicht aufgepasst, ein falscher Spruch zum falschen Moment. Das kann sehr unangenehme Folgen haben, gerade in einer Zeit der schnellen und direkten Kommunikation. Oliver Pocher hat in der nunmehr sechsten Liveshow von "Let's Dance" mit nur einem einzigen Satz seinen Ruf als bisheriger Publikumsliebling ruiniert. "Wie tief muss man eigentlich sinken", ätzte ein User auf Twitter. "Unverschämt, respektlos", ein anderer. "Damit hat sich der Pocher wieder einmal disqualifiziert." Was war geschehen?

"Ich habe den Boden teilweise nicht gesehen!" So lautete der verhängnisvolle Satz, den Pocher gesagt hatte. Im Kölner Studio setzten sofort Buh-Rufe ein - lautere musste selbst Ober-Juror Joachim Llambi bislang nicht ertragen, Jury-Kollegin Motsi Mabuse schwenkte als Friedensangebot sogleich ihre weißen Notizblätter in Richtung des aufgebrachten Publikums.

"Ich habe den Boden teilweise nicht gesehen!" Was war an diesen Worten denn nun so schlimm? Benjamin Piwko, der unmittelbar vor Pocher getanzt hatte, gebrauchte einen vergleichbaren Satz. Nach seinem misslungenem Jive und Kritik wie etwa "Du warst oft zu raus aus dem Takt" rechtfertigte sich der Gehörlose. In Gebärdensprache ließ er mitteilen: "Ich hatte Fieber und deshalb im Moment Probleme mit meinen Augen. Ich konnte die Beine meiner Tanzpartnerin nicht sehen, weil der Boden so dunkel ist."

Verhöhnung eines Gehörlosen?

Auch Pocher kassierte direkt auf Piwko folgend saftige Kritik. Llambi beispielsweise erkannte bei ihm keinen Cha-Cha-Cha, sondern eine "Fleischernummer";. Statt einer Rechtfertigung für eigenes "Versagen"; brachte der Entertainer eben den durchaus sarkastischen Spruch mit dem "dunklen Boden";. Innerhalb des Studiopublikums und vor allem bei Twitter wurde ihm das als Verhöhnung eines Gehörlosen ausgelegt.

Piwko selbst äußerte sich über den Pocher-Spruch nicht mehr. Er wurde im Studio nicht mehr gesehen. Tanzpartnerin Isabel Edvardsson klärte zum finalen Voting, bei dem sie alleine erschien, darüber auf, dass der gehörlose "Kampfkunst-Meister"; sich verletzt hätte und hinter den Kulissen medizinisch betreut werde. Moderator Daniel Hartwich wurde deutlicher und sprach von einer "Kreuz-Darmbein-Blockade", die Piwko sich angeblich bei einer verunglückten Landung auf dem Hinterteil zugezogen hätte.

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"Das finde ich ätzend" - Pocher teilt aus

Pocher hingegen blieb trotz des Trubels um seine Aussage noch lange im Studio. Nach Beendigung der Show stellte er sich sogar einem Interview. Gegenüber RTL gab er an, dass er und Piwko kein Problem miteinander hätten. In der aufgebrachten Stimmung ließ er es sich aber nicht nehmen, noch einmal nachzulegen. Pocher: "Jeder tanzt hier, was er kann. Und heute war es von Benjamin nicht so gut. Ich finde es dann aber immer etwas affig, wenn man Ausreden benutzt. Egal, bei wem. Das hat mit Benjamin nichts zu tun. Das ist ja auch bei Evelyn Burdecki so. Das ist ja bei jedem so. Jeder, der nicht gut tanzt, hat immer fünf Ausreden parat. Das finde ich total ätzend. Einfach tanzen und wenn es dann nicht reicht, reicht es eben nicht.

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Derlei Ausresden brauchen Ella Endlich und Pascal Hens derzeit keine. Beide zeigten erneut die überragenden Leistungen des Abends. Endlich mit einem Tango, Hens mit einem hochemotionalem Contemporary. Die Belohnung: jeweils die Jury-Höchstwertung von 30 Punkten.

Ebenfalls nicht mehr aufs Parkett muss fortan Ulrike Frank. Die "GZSZ"-Darstellerin wurde mit ordentlichen 23 Jury-Punkten auf dem Konto im Vergleich zu den schwachen zwölf Zählern Benjamin Piwkos von den TV-Zuschauern dennoch abgewählt. Sie ist raus aus der Show, weil sie womöglich zu wenige eigene Facetten gezeigt hatte, wie Joachim Llambi meinte.

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