"Finstere Machenschaften": Sebastian Bezzel rechnet mit internationalem Fußball ab

Schauspieler Sebastian Bezzel äußerte sich in einem Interview kritisch über den Fußball. "Ich bin der Meinung, dass der Kapitalismus immer sehr viel kaputtmacht - beim Fußball wird er es sicher auch noch schaffen, dass man irgendwann keinen Bock mehr darauf hat." (Bild: 2018 Getty Images/Lennart Preiss)
Schauspieler Sebastian Bezzel äußerte sich in einem Interview kritisch über den Fußball. "Ich bin der Meinung, dass der Kapitalismus immer sehr viel kaputtmacht - beim Fußball wird er es sicher auch noch schaffen, dass man irgendwann keinen Bock mehr darauf hat." (Bild: 2018 Getty Images/Lennart Preiss)

Schauspieler Sebastian Bezzel sorgt seit Jahren als Franz Eberhofer in den Romanverfilmungen von Rita Falk für gute Laune, in einem Interview macht er nun allerdings seinem Ärger über der Deutschen liebste Sportart, den Fußball, Luft.

Champions League, Frauenfußball-EM und die anstehende Weltmeisterschaft in Katar: Im Bereich Fußball wird dieses Jahr einiges geboten. Während sich viele Fans - trotz vieler Kritik im Vorfeld - auf die WM im November freuen, möchte sich Schauspieler Sebastian Bezzel ("Guglhupfgeschwader") bei dieser Veranstaltung eher "raushalten".

Bereits bei der letzten Weltmeisterschaft habe er sich "total zusammenreißen müssen", weil er "beim Eröffnungsspiel Russland gegen Saudi-Arabien den saudischen Prinzen, Putin und Infantino wie römische Cäsaren im Colosseum in Großaufnahme lachend auf der Ehrentribüne sah." Er habe gedacht, "das geht doch nicht, das ist einfach widerlich, ihr seid doch alle Verbrecher".

Zurück zum Dorfverein

Generell fremdle er immer mehr mit dem Spitzenfußball. "In Deutschland geht's ja sogar noch, aber wie sich FIFA, UEFA, Clubs und Spieler aufführen, welche finsteren Machenschaften und Investoren da am Werk sind, das stößt mich ab", erklärt Bezzel in einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

"Ich bin der Meinung, dass der Kapitalismus immer sehr viel kaputtmacht - beim Fußball wird er es sicher auch noch schaffen, dass man irgendwann keinen Bock mehr darauf hat", findet der 51-Jährige. Vor allem die Champions League sei ein "kapitalistischer Albtraum". "Vielleicht ist es ja auch eine Chance, wenn man sagt: Ich gehe jetzt wieder zu meinem Dorfverein, esse da 'ne Bratwurst, trink ein Bierchen und hab viel mehr Spaß in einem kleinen, nicht so aufgeregten Umfeld", so Bezzel.

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