Firefox listet Schnüffler auf

Im Firefox-Browser ist Lockwise fest installiert. Der Passwortmanager verwaltet nicht nur Log-in-Informationen, sondern kann auch Passwörter generieren.

Normalerweise sind es die Tracking-Dienste, die den Weg von Nutzern durchs Netz etwa zu Werbezwecken aufzeichnen. Nun dreht der Firefox-Browser den Spieß um.

Berlin (dpa/tmn) - Über Technologien wie Cookies oder das sogenannte Fingerprinting können unter anderem Werbe- oder soziale Netzwerke Browser wiedererkennen und Surfgewohnheiten mitschneiden.

Dieses sogenannte Tracking kann der Firefox-Browser schon seit einiger Zeit blockieren. In der gerade erschienen neuen Version 70 ist noch ein Anti-Tracking-Feature hinzugekommen.

Ein Klick aufs Schild-Symbol verrät mehr

Nutzer können nun zu jeder geöffneten Seite in einer Liste nachschauen, wessen Tracking-Versuche geblockt wurden. Dazu muss man nur auf das Schild-Symbol am linken Rand der Adressleiste klicken.

Dort tauchen nun auch Informationen von Firefox Monitor auf. Der Dienst warnt vor Datenlecks oder gestohlenen Log-in-Informationen im Zusammenhang mit bestimmten Seiten.

Passwortmanager als fester Browser-Bestandteil

Neu im Firefox-Browser ist auch die feste Integration des Passwortmanagers Lockwise, der nicht nur Log-in-Informationen verwalten, sondern auch Passwörter generieren kann. Lockwise musste zuvor erst als Erweiterung installiert werden.

Wie die Schutzmaßnahmen funktionieren und wie der neue Privatsphäre-Bericht aussieht, hat Firefox-Entwickler Mozilla in einem Video veranschaulicht. Nutzer des Browsers können im Menü unter «Hilfe/Über Firefox» prüfen, ob die Version 70 bereits installiert ist - oder den Download anstoßen.