Diese 3 Flüchtlingsgeschichten zeigen, wieso Seenotrettung so wichtig ist

Lennart Pfahler
Syrische Flüchtlinge erreichen die griechische Insel Kos. (Archivbild vom August 2015)

Das Mittelmeer wird wieder zur Todeszone.

Lange waren die Zahlen der Flüchtlinge zurückgegangen, die auf der gefährlichen Route zwischen Afrika und Europa ums Leben kamen. Nun sind sie erneut rasant gestiegen.

► Laut der Internationalen Organisation für Migration (IOM) kamen allein seit Anfang Juni 750 Migranten auf der zentralen Route Richtung Italien ums Leben. Im ganzen Mai waren es keine 50.

Helfer verschiedener Seenotrettungs-Organisationen sitzen derweil in den Häfen fest und müssen dem Sterben zusehen. Malta und Italien untersagen den Rettern mit ihren Flugzeugen und Schiffen auszurücken.

Sogar EU-Marineschiffen mit Migranten an Bord will Italiens Innenminister Matteo Salvini nicht mehr anlegen lassen – und bekommt für seine menschenverachtende Grenzpolitik auch noch Applaus von rechten Hardlinern in Deutschland.

► Dabei rückt eins zunehmend in den Hintergrund: Das Leid, die Strapazen und die Risiken vieler Flüchtlinge, die den Weg über das Mittelmeer auf sich nehmen.

Ihre dramatischen Geschichten zeigen, wie wichtig Seenotrettung ist. Weil es um das Leben von Menschen geht – und nicht um Politik.

Es sind Geschichten, die auch klarmachen, wer die wahren Übeltäter in der Migrationsdebatte sind: Die Schmuggler und Schlepper. Nicht die Fliehenden – und nicht ihre Retter. 

Ahmet: “Ich habe nie etwas Illegales gemacht”

Die Angst vor dem Krieg hatte bereits seine gesamte Familie getrieben, da entschied sich auch Ahmet im Alter von 55 Jahren, Syrien zu verlassen.

Er wollte nach Italien fliehen – und von dort nach Deutschland, wo bereits sein Bruder und seine zwei ältesten Söhne lebten. 

“Ich wurde in Homs geboren und wollte dort bis zum Ende leben. Aber der schreckliche Krieg hat uns keine andere Wahl gelassen, als all das hinter uns zu lassen.

Für die Zukunft meiner Kinder mussten wir das Risiko auf uns nehmen. Ich habe einem Schmuggler 8000 US-Dollar gezahlt – für jedes Mitglied meiner Familie. Ich...

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