Flüchtlinge: Freigabe von Turnhallen in Köln verzögert sich

Zahl der Schutzsuchenden ist weiter rückläufig.

Die Stadt hat zwei weitere Turnhallen wieder für den Sport freigegeben, die bislang als Flüchtlingsunterkünfte genutzt worden waren. Es handelt sich um die Hallen Burgwiesenstraße in Holweide und Westerwaldstraße in Humboldt/Gremberg.

Nachdem Anfang Juni die letzten Flüchtlinge aus den Hallen ausgezogen waren, befinden sich damit noch 13 Hallen im Rückbau. Wie lange es dauert, bis diese an Vereine und Schulen zurückgegeben werden können, hängt vom Umfang der Sanierungen ab. Schon jetzt ist klar, dass nicht alle zum Beginn des kommenden Schuljahres bereit stehen werden. Das geht aus dem aktuellen Flüchtlingsbericht hervor, der am Montag im Integrationsrat vorgestellt wird.

Bodensanierungen dauern lange

Vor allem wenn der Boden saniert werden muss, kommt es zu Verzögerungen. Dies ist bei der Halle Mainstraße in Rodenkirchen der Fall und in der Soldiner Straße in Lindweiler. „In der Soldiner Straße war der Boden schon vor der Nutzung als Flüchtlingsunterkunft beschädigt. Jetzt müssen Unterkonstruktion und Oberboden ausgetauscht werden“, so Ursula Adams vom Wohnungsamt.

Für die Arbeiten kämen nur Spezialfirmen infrage, die zudem stark ausgebucht seien. Dort einen Termin zu bekommen, sei schwierig. Auf einen genauen Zeitpunkt für die Fertigstellung wollte sich das Amt deshalb nicht festlegen. „Wenn alles gut läuft, sind wie vor den Herbstferien mit den Arbeiten durch“, so Adams.

Zuweisungsstopp

Laut Flüchtlingsbericht ist die Zahl der Schutzsuchenden weiter rückläufig. So wurden der Stadt von der Bezirksregierung seit Jahresbeginn nur 430 Personen zugewiesen, momentan gilt sogar ein Zuweisungsstopp. Im Jahr 2016 kamen 8730 Schutzsuchende neu nach Köln. Aktuell leben 11774 Flüchtlinge in städtischen Unterkünften. Eine Garantie, dass der Trend anhält, könne es angesichts der Situation in den Krisengebieten allerdings nicht geben. Rückläufig ist laut Bericht auch die Zahl der positiven Asylbescheide durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf).

Von den in diesem Jahr bislang getroffenen knapp 3000 Entscheidungen endeten etwas mehr als die Hälfte positiv für die Antragsteller. Im vergangenen Jahr hatte das Amt rund 6700 Kölner Verfahren abgeschlossen, davon 4700 mit einer Anerkennung. (jac)...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta

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