Flüchtlingshelfer bedroht: Gutachterin hält Angeklagten für nicht voll schuldfähig

Im Prozess wird die Schuldfähigkeit des angeklagten Dirk H. verhandelt. (Symbol)

Berlin.  Vor einem Jahr schrieb die Berliner Morgenpost: "Vielleicht sollte ja doch mal von einem Psychiater geprüft werden, ob Dirk H. wusste, was er tat. Einiges spricht dagegen." Dirk H. wurde damals von einer Amtsrichterin wegen Störung des öffentlichen Friedens und Androhung von Straftaten zu einem Jahr Haft verurteilt - ohne Bewährung. Er ging dagegen in Berufung, und am Mittwoch folgte die Neuauflage des Prozesses in zweiter Instanz.

Was Dirk H. tat, wurde schon in erster Instanz korrekt festgestellt, er gab ja auch alles zu: Dass er E-Mails an einen Hellersdorfer Hilfsverein für Flüchtlinge schickte: "Nazikumpel" würden ihnen die Budes abfackeln; er sei "als der allerschlimmsten Bombendroher bekannt."

Mehrere Politiker bedroht

Dirk H. hatte die E-Mails von seinem eigenem Computer abgeschickt und in einer Droh-E-Mail auch noch seinen Vor- und Zunamen nebst Geburtsdatum und Adresse genannt. Das erinnert an den Bankräuber, der die Beute nicht in bar, sondern praktischerweise gleich auf sein Konto überwiesen bekommen will. Und es war ja nur einer von vielen Fällen. Der schmächtige Mann hat aktuelle 20 Eintragungen in seinem Strafregister.

Er hat Politikerinnen wie Katrin Göring-Eckardt und Claudia Roth (Grüne) per E-Mail auf übelste Weise attackiert. Und er hat eine Geburtstagsparty von Altbundeskanzler Gerhard Schröder im Schlosshotel Kronberg im Taunus mit einer Droh-E-Mail gesprengt. Dafür verurteilte ihn vor wenigen Tagen das Landgericht Frankfurt (Main) in zweiter Instanz zu eine...

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