Flashmob: Mütter machen sich frei

Rund 40 Frauen trafen sich im Stadtzentrum von Brighton, um mitten im Weihnachtstrubel ihre Babys zu stillen. Eine 38-jährige Mutter hatte den Flashmob ins Leben gerufen, nachdem sich Cafégäste darüber beschwert hatten, dass sie ihrem Baby öffentlich die Brust gab.

Selbst jene Weihnachtseinkäufer, die es besonders eilig hatten, dürften für einen Augenblick staunend stehengeblieben sein: Rund 40 Frauen hatten sich im Stadtzentrum der englischen Küstenstadt Brighton freigemacht, um in der Eiseskälte ihren Babys die Brust zu geben. Mit der Aktion kämpften sie für das Recht, ihre Sprösslinge öffentlich stillen zu dürfen - ohne dabei anklagende Blicke zu ernten.

Genau das war der 38-jährigen Claire Jones-Hughes kurz zuvor passiert. Nachdem sie in ihrem Lieblingscafé ihre vier Monate alte Tochter gestillt hatte, stieß sie damit auf wenig Verständnis. „Eine Frau sagte: ‚Es war sehr unangenehm, Ihnen beim Stillen zuzusehen. Sie hätten sich mehr bedecken sollen‘“, berichtete Jones-Hughes der britischen Zeitung „Daily Mail“. „Als ich protestierte, pflichteten die anderen ihr bei, und ein Mann sagte: ‚Sie hätten ein Handtuch benutzen sollen.‘ In ihrer Welt war es absolut unnatürlich, dass sie mir dabei zusehen mussten.“

Der Besitzer des Cafés, Faruk Bulut, bedauerte, dass er die 38-Jährige in dieser unangenehmen Situation nicht unterstützen konnte. „Der Laden war sehr voll, als sich der Vorfall ereignete, deshalb habe ich erst im Nachhinein davon erfahren“, sagte er der Zeitung. „Wir unterstützen die Idee, dass sich Mütter frei fühlen sollen, ihre Babys zu stillen, und wir machen es ihnen nicht schwer.“

Lesen Sie auch: Provokantes Poster - Maria mit Schwangerschaftstest

Nachdem sich die schockierte Jones-Hughes beruhigt hatte, beschloss sie, Gleichgesinnte zu einem Flashmob aufzurufen. Nun hofft sie, dass die Demo möglichst viel Aufsehen erregt und Müttern Mut macht, ihre Babys trotz ablehnender Reaktionen in der Öffentlichkeit zu stillen. „Ich habe Zuspruch aus dem ganzen Land bekommen – man sagte mir, wie toll es sei, dass ich Widerstand leiste“, sagte sie.

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.