Flirts auf Distanz: Wie Corona ”Grey's Anatomy“ verändert

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Dass es für eine Krankenhaus-Serie unmöglich ist, die Coronavirus-Pandemie nicht zu thematisieren, hatte die Showrunnerin Krista Vernoff bereits klargestellt. Jetzt hat sie sich über die besondere Problematik geäußert, in Zeiten von Social Distancing und Maskentragen die gewohnte Sexyness der Serie zu transportieren.

Leidenschaftliche Szenen - wie manch eine legendäre zwischen Meredith und Derek - gehören zu "Grey's Anatomy" wie der OP-Kittel. (Bild: Sky)
Leidenschaftliche Szenen - wie manch eine legendäre zwischen Meredith und Derek - gehören zu "Grey's Anatomy" wie der OP-Kittel. (Bild: Sky)

Als die Dreharbeiten zur 17. Staffel von ”Grey's Anatomy“ Anfang März wegen der Covid-19-Pandemie gestoppt werden mussten, fehlten noch vier Folgen. Worum es in diesen gehen sollte, war schnell klar. Erst kürzlich hatte die Showrunnerin Krista Vernoff bei einer Podiumsdiskussion der Television Academy gesagt, es sei ”unmöglich, eine laufende Arzt-Serie zu produzieren“, die nicht auf die aktuellen Geschehnisse einginge.

Die Geschichten der realen Ärzte müssen erzählt werden

Dies bekräftigte sie nun noch einmal im Podcast ”TV's Top 5 des Branchenblatts ”The Hollywood Reporter“. Demnach waren es vor allem die emotionalen Geschichten des die Serie beratenden Ärzte-Teams, deren Mitglieder durch den Corona-Einsatz teilweise traumatisiert seien.

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Darunter seien junge Ärzte gewesen, die in ihrem ersten Praxisjahr mehr Tote gesehen hätten, als erfahrene Ärzte in einem ganzen Jahrzehnt.

Der Stil der Serie soll auch in Krisenzeiten erhalten bleiben

Und doch waren es bei ”Grey's Anatomy“ noch nie allein die spektakulären medizinischen Fälle und Operationen, die den Reiz der Serie ausmachten, sondern immer und vor allem auch die Beziehungen zwischen den Ärzten. Die nächste Staffel werde es schaffen, die Helden an der Front zu würdigen, dabei aber auch eine Prise Eskapismus, Humor und Romantik zu liefern, versprach Vernoff.

Sexyness setzt nicht unbedingt körperlichen Kontakt voraus

Sie sei zuversichtlich, den Spagat zwischen Social Distancing und Sexyness bewältigen zu können, so die Showrunnerin weiter. Normalerweise würde in der Serie viel geknutscht, was so aktuell natürlich nicht gefilmt werden könne. Allerdings führten ja bekanntlich viele Wege nach Rom. Verheißungsvolle kleine Gesten wie ausgezogene oder liebevoll wieder übergestriffene Kleidungsstücke könnten romantische und körperliche Anziehungskräfte genauso überzeugend darstellen. Viel könne auch durch die Art angedeutet werden, in der sich eine Person hinter eine andere stelle.

Der Dreh könnte schon bald fortgesetzt werden

Und dann nannte Vernoff noch einen Vorteil, der vor allem Krankenhaus-Serien betrifft: Der Umstand, dass in Krankenhäusern gerade sowieso jeder eine Maske tragen müsse, könne dazu führen, dass die Dreharbeiten schon bald wieder aufgenommen werden könnten.

Erst kürzlich hatte Hauptdarstellerin Ellen Pompeo auf die Frage eines Fans, wann es weiter gehe, geantwortet, laut Plan könne es in ein paar Wochen so weit sein. Einen konkreten Starttermin gebe es noch nicht, die Regisseurin Debbie Allen sei aber schon mitten in den Vorbereitungen.

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Wie wäre es, die Zeit damit zu überbrücken, noch einmal die Folgen zu bingen, die vor Körperkontakt, Sex und Leidenschaft nur so sprühen? Staffel 1 bis 14 Staffel der Golden-Globe-prämierten Erfolgsserie gibt es im Stream auf Sky!