Flug ins All: Jeff Bezos bekommt nach Dankesrede Gegenwind

·Freiberufliche Journalistin
·Lesedauer: 4 Min.

Jeff Bezos, der reichste Mann der Welt, flog zur Spitze des Weltraums. Nach seiner Rückkehr hielt er eine Dankesrede und die kam bei vielen gar nicht gut an.

Billionaire American businessman Jeff Bezos wears goggles owned by Amelia Earhart which he carried into space at a post-launch press conference after he flew on Blue Origin's inaugural flight to the edge of space, in the nearby town of Van Horn, Texas, U.S. July 20, 2021.   REUTERS/Joe Skipper     TPX IMAGES OF THE DAY
Amazon-Boss Jeff Bezos flog mit Cowboy-Hut ins All. (Bild: Reuters)

Am vergangenen Dienstag, dem Jahrestag der ersten Mondlandung, unternahm Jeff Bezos seinen ersten Ausflug ins All. Dafür wählte der reichste Mann der Welt ein außergewöhnliches Outfit. Er flog in einem blauen Raumanzug und einem grauen Cowboy-Hut an die Spitze des Weltraums.

In der gleichen Montur erschien der 57-Jährige nach seiner Rückkehr bei einer Pressekonferenz und hielt eine Dankesrede, die ebenso ungewöhnlich anmutete, wie sein Outfit.

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Der Amazon-Chef dankte seinen Mitarbeitern und Kunden dafür, dass sie ihm seinen Weltraumausflug bezahlt haben. „Ich möchte auch jedem Amazon-Mitarbeiter und jedem Amazon-Kunden danken, weil ihr das alles bezahlt habt. Also im Ernst, für jeden Amazon-Kunden da draußen und jeden Amazon-Mitarbeiter vielen Dank von ganzem Herzen. Es wird sehr geschätzt“,so Bezos bei der Pressekonferenz.

Ganz offensichtlich wollte Bezos damit einen Scherz vor der versammelten Presse machen. Doch viele Zuhörer waren darüber weniger amüsiert. Auf Twitter hagelte es Kritik, auch von vielen Vertretern aus Politik und TV.

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„Ja, Amazon-Mitarbeiter haben dafür bezahlt – mit niedrigeren Löhnen, gewerkschaftlicher Zerschlagung, einem hektischen und unmenschlichen Arbeitsplatz und Lieferfahrern, die während einer Pandemie keine Krankenversicherung haben. Und Amazon-Kunden bezahlen dafür, dass Amazon seine Marktmacht missbraucht, um kleinen Unternehmen zu schaden“, schrieb etwa Alexandria Ocasio-Cortez, US-amerikanische Politikerin der Demokratischen Partei.

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Elizabeth Warren, US-Senatorin für den Bundesstaat Massachusetts, nahm Bezos Rede zum Anlass, dem Amazon-Boss vorzuwerfen, keine Steuer zu zahlen. „Jeff Bezos hat vergessen, all den fleißigen Amerikanern zu danken, die tatsächlich Steuern bezahlt haben, um dieses Land am Laufen zu halten, während er und Amazon nichts zahlten“, schrieb die 72-Jährige auf Twitter.

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Der kanadische Politiker Jagmeet Singh nahm Bezos Weltraumausflug zu Anlass, um vorzurechnen: „Der Weltraumflug von Jeff Bezos dauerte 11 Minuten. Während der Pandemie wurde er alle 11 Minuten um etwa 1,6 Millionen Dollar reicher.“ Und fügte hinzu: „Währenddessen erlaubte Justin Trudeau Amazon, 0 US-Dollar Steuern zu zahlen. Es ist Zeit, dass die Ultrareichen ihren gerechten Anteil zahlen.“

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Die überwiegenden Reaktionen auf Twitter auf Bezos Rede waren negativ, offensichtlich hat sich Bezos damit ein Eigentor geschossen.

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Weiter sagte Bezos auf der Pressekonferenz zu seiner Flug-Erfahrung auf 107 Kilometer Höhe: „Und, wissen Sie, wie es sich anfühlt. Oh, mein Gott! Meine Erwartungen waren hoch und sie wurden dramatisch übertroffen.“

Jeff Bezos ist der zweite von drei Milliardären, die Weltraumflüge unternehmen und anbieten wollen. Mitte Juni dieses Jahres flog Richard Branson (70) ins All und auch Tesla-Chef Elon Musk plant Touren ins All.

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