Fluggesellschaft Alitalia kommt unter kommissarische Aufsicht

Die defizitäre italienische Fluggesellschaft Alitalia wird unter kommissarische Aufsicht gestellt. Dafür stimmten am Dienstag die Aktionäre

Die defizitäre italienische Fluggesellschaft Alitalia wird unter kommissarische Aufsicht gestellt. Die Anteilseigner der Airline stimmten am Dienstag dafür. Der Flugplan bleibe unverändert gültig, teilte das Unternehmen mit.

Ein Sanierungsplan für die verschuldete Airline war in der vergangenen Woche am Nein der Mitarbeiter gescheitert - eine Mehrheit der 12.500 Beschäftigten stimmte gegen den Plan, der Lohnkürzungen und Stellenstreichungen vorsah. Im Gegenzug wollten die Aktionäre, darunter die Golf-Airline Etihad, noch einmal zwei Milliarden Euro zuschießen.

Die Aktionäre nähmen die Entscheidung der Mitarbeiter "mit großem Bedauern" zur Kenntnis, hieß es am Dienstag. Nun wird wohl die Regierung einen oder mehrere Aufseher bestimmen. Ihr Auftrag ist es, Alitalia ganz oder teilweise zu verkaufen - oder abzuwickeln. Die Regierung will sechs Monate lang mit einem Überbrückungskredit helfen - eine Verstaatlichung hatte sie aber strikt ausgeschlossen.

Alitalia schreibt seit vielen Jahren Verluste. Auch der Einstieg der Golf-Airline Etihad mit einer Beteiligung von 49 Prozent und Finanzspritzen dieses Anteilseigners halfen nicht. Dem Unternehmen macht vor allem die Konkurrenz durch Billigflieger wie Ryanair und Easyjet zu schaffen.

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