Fluggesellschaft: Mitarbeiter beklagen "Chaos" und "Fehler" bei Air Berlin

Koffer bleiben liegen, Crews sprechen von Dienstplan-Desaster. Beim Umbau von Air Berlin gibt es Probleme. „Einzelfälle“, heißt es.

Der Umbau der angeschlagenen Air Berlin führt nach Arbeitnehmerangaben zu chaotischen Verhältnissen für die Crews. "Immer weniger Mitarbeiter müssen immer mehr fliegendes Personal planen und betreuen", heißt es in einem offenen Brief der Personalvertretung Kabine. "Fehler und Krankheit sind die Folgen." Die Unterstützung der Verwaltung für die Flugbegleiter sei an "einem absoluten Tiefpunkt" angelangt, heißt es in dem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Air-Berlin-Sprecher Ralf Kunkel sprach von Einzelfällen.

Hintergrund ist, dass Air Berlin Verwaltungsstellen von Düsseldorf nach Berlin verlegt. Das Management handle hier übereilt und löse so ein Chaos aus, sagte die zuständige Verhandlungsführerin Anja Schlosser bei der Gewerkschaft Verdi. Viele erfahrene Dienstplaner hätten Air Berlin verlassen, weil sie nicht umziehen wollten.

In ihrem Brief vom 10. April werfen die Beschäftigten dem Vorstand um den neuen Air-Berlin-Chef Thomas Winkelmann blinden Aktionismus vor. Dienstpläne würden verspätet vorgelegt. Die Vorgaben überschritten die Belastungsgrenze der Mitarbeiter. Zudem seien Überstunden für Teilzeit-Beschäftigte zu spät ausbezahlt worden. Die Beschäftigten kritisieren auch die Probleme bei der Gepäckabfertigung, wie sie seit Wochen am Berliner Flughafen Tegel herrschen.

Air Berlin wies den Vorwurf verspäteter Zahlungen als falsch zurück. In anderen Personalfragen gebe es in Einzelfällen Verzögerungen, sagte Sprecher Kunkel. "Wie bei Umstrukturierungen nie...

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