Flughafen: Diese Berliner haben ein Herz für Tegel

In Reinickendorf ist die Zustimmung zum Flughafen auffallend groß. Das hat viele Gründe

Roooooaaahhh – wieder jagt ein Flugzeug im Landeanflug über den Kurt-Schumacher-Platz. Im Fünf-Minuten-Takt donnern die Passagiermaschinen hier über die Köpfe der Menschen. Der Lärm ist für einige Momente so groß, dass man kaum sein eigenes Wort versteht. Wer hier wohnt, ist froh, wenn der nahe Flughafen Tegel endlich schließt und der Lärm ein Ende hat. Doch die jetzt veröffentlichten Zahlen zum Volksbegehren für die Offenhaltung des Flughafens Tegel sprechen eine andere Sprache: Fast 30.000 Reinickendorfer unterschrieben für Tegel – das sind 16,4 Prozent der Stimmberechtigten. Ingesamt kamen 204.263 gültige Unterschriften für das Volksbegehren zusammen, rund 30.000 mehr als erforderlich. Nun kommt es zum Volksentscheid.

"Wenn die Fenster zu sind, hört man nichts"

"Eigentlich müssten wir ,Nein' sagen", erklärt Christa Noack. Unterschrieben hat sie trotzdem. Seit Jahrzehnten lebt die 73-Jährige in einer Reihenhaussiedlung am Kurt-Schumacher-Platz. Auch sie habe all die Jahre mit dem Fluglärm gelebt: "Doch wir haben uns daran gewöhnt." Dass es immer wieder laut am Himmel wird, damit komme sie klar. "Wenn die Fenster zu sind, hört man nichts", sagt sie. Die Flugzeuge seien in den letzten Jahren leiser geworden. "Außerdem habe ich gehört, dass die Mieten steigen sollen, sobald der Flughafen dichtmacht", so die Rentnerin.

Diese Angst treibt viele Anwohner um: Bleibt der Lärm nach der Schließung von Tegel aus, wird die Wohngegend im ...

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