Flughafen Köln/Bonn: Wieder Probleme bei Gepäckkontrollen

Beschuldigt wird die Firma Kötter, ihre Beschäftigten nicht ausreichend zu schulen.

Bei der neuartigen Kontrolleinheit „Easy Security“ im Terminal 1 des Flughafens Köln/Bonn hat es offenbar auch am Sonntag einen Zwischenfall gegeben.

Wie schon am Samstag sei ein von einem Mitarbeiter als verdächtig eingestuftes Gepäckstück nicht in den Bereich der Nachkontrolle, sondern dem Passagier zur Mitnahme gegeben worden, sagte „Verdi“-Gewerkschaftssekretär Özay Tarim. Er spricht von einem technischen Defekt bei den Kontroll-Geräten.

Das Personal sehe bei der ersten Kontrolle auf einem Bildschirm ein Röntgenbild der Gegenstände in den Gepäckstücken, so Tarim. Falle ein Teil als verdächtig auf, werde es per Mausklick markiert. „Nur bei aktiver Freigabe der Tasche fährt sie zum Fluggast“, sagte Tarim. Erfolge dies nicht, müsse das Gepäckstück automatisch auf dem Förderband zur Überprüfung weiter geleitet werden. Das sei bereits mehrfach nicht geschehen.

Irrtum von Mitarbeiter frühzeitig erkannt

Am Sonntag gelangte der Fluggast laut Tarim nicht mit der Tasche in den Sicherheitsbereich, da der Irrtum von Mitarbeitern früh erkannt worden sei. Am Samstag konnte der Passagier mit dem Gepäckstück offenbar weiter gehen. Danach musste der gesamte Sicherheitstrakt geräumt und durchsucht werden. 500 Passagiere mussten wurden erneut kontrolliert.

Die „Easy Security“-Kontrollstrecken waren erst im Herbst 2016 als deutschlandweites Pilotprojekt vom Bundesinnenministerium, von der Bundespolizei und der Luftverkehrsbranche eingeführt worden. Zu den Vorfällen am Wochenende wollten sich auch am Dienstag weder das Ministerium noch die Bundespolizei äußern. Es werde noch geprüft, so ein Bundespolizei-Sprecher: „Uns ist daran gelegen, möglichst genaue Informationen herauszugeben.“

Laut Özay Tarim, der für das Sicherheitspersonal an den NRW-Verkehrsflughäfen zuständig ist, war eine der beiden „Easy Security“-Kontrollstrecken am Dienstag zeitweise nicht in Betrieb. Techniker hätten mehrere Stunden daran gearbeitet: „Für uns ist das ein Indiz dafür, dass man den technischen Problemen auf den Grund gehen will.“...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta

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