"Die Fluttore sind geöffnet" - Was kommt da auf James Webb noch zu?

"Die Fluttore sind geöffnet" - Was kommt da auf James Webb noch zu?

Die ersten Aufnahmen des James-Webb Teleskops haben faszinierende und bislang unbekannte Einblicke in die Tiefen des Weltraums zu Tage gebracht. Zwei Infrarotkameras lieferten erstmals detaillierte Ansichten des Südlichen Ringnebels, der 2500 Lichtjahre von Mutter Erde entfernt liegt.

Ein astronomischer Appetithappen der Weltraumagenturen der USA, Europas und Kanadas. Insgesamt wurden fünf Aufnahmen veröffentlicht. Das Teleskop James Webb ist nach einem ehemaligen Nasa-Chef benannt, kostete rund 8,8 Milliarden Euro und ist der Nachfolger von Hubble.

Mark McCaughrean ist "Senior Advisor for Science & Exploration" bei der Europäischen Wltraumorganisation Esa und geriet ins Schwärmen: "Das Teleskop macht genau das, was wir uns erhofft haben. Die Mission, von der wir vor 30 Jahren geträumt haben, begleitet mich seit 24 Jahren. Das ist genau das, was wir angestrebt haben. Und trotzdem ist es überraschend gut. Wenn man so will, eines der allerersten Bilder und eine Mission, die 20 Jahre dauern könnte."

Erhofft wird, dass das Teleskop Aufschlüsse über die Zeit nach dem Urknall vor rund 13,8 Milliarden Jahren liefert.

Zunächst identifiziert wurden eindeutige Anzeichen von Wasser auf dem außerhalb unseres Sonnensystems gelegenen Gasplaneten "Wasp-96 b". Nur ein erster Schritt, so Mark McCaughrean: "Dies sind nur die ersten Bilder, wenn Sie so wollen, haben sich die Fluttore geöffnet, viele weitere werden noch kommen. Jetzt werden sich die Schleusen öffnen, und mit jedem Tag, der vergeht, erhalten wir mehr und mehr Daten, so dass ich bis Weihnachten 30 Mal mehr Daten haben werde, als wir Ihnen heute zeigen."

James Webb war Weihnachten vergangenen Jahres mit einer Ariane-Trägerrakete vom Weltraumbahnhof Kourou ins All gestartet. Das Teleskop ist rund 1,5 Millionen Kilometer weit ins All geflogen und wird unter anderem mit Hilfe eines 25 Quadratmeter großen Spiegels neue Bilder liefern.

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.