Foodwatch drängt Bundesregierung zu mehr Engagement auf europäischer Ebene

Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch hat die Bundesregierung zu mehr Engagement in Europa bei den Themen Lebensmittelsicherheit und Tierwohl gedrängt. "Die Verantwortung wird gerne auf Brüssel abgeschoben", sagte der neue Geschäftsführer der Organisation, Martin Rücker, den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Mittwoch. Stattdessen müsse Deutschland seinen großen Einfluss in der EU nutzen, um Veränderungen voranzutreiben.

"Jeder deutsche Minister, der etwas erreichen möchte, kann in Brüssel mit einer Initiative vorstellig werden", sagte Rücker. Er übernimmt den Geschäftsführerposten von Foodwatch von Thilo Bode, der wiederum Leiter von Foodwatch International wird. In seiner Amtszeit will Rücker die Themen Mineralöl in Lebensmitteln und Etikettenschwindel angehen. Auch Informationsrechte für Verbraucher lägen ihm am Herzen, sagte er. "Behörden machen beispielsweise regelmäßig Laboranalysen, und kein Mensch erfährt davon."

Auch Bode sagte den Zeitungen, das Handeln der Organisation ziele letztlich auf eine Änderung der europäischen Gesetzgebung ab. "Aber um politisch etwas zu bewegen, brauchen wir Druck von den Nationalstaaten."

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