Neues Ford-SUV soll noch 2019 starten

feedback@motor1.com (Stefan Leichsenring)
Ford Edge (Facelift)

In Europa stehen künftig Nutzfahrzeuge und SUVs im Mittelpunkt

Ford krempelt derzeit seinen ganzen Laden gründlich um. In den USA haben Limousinen à la Ford Fusion (bei uns als Mondeo bekannt) keine Zukunft, dort setzt die Marke künftig ausschließlich auf SUVs und Pick-ups sowie ein paar Imageträger wie den Mustang. Und auch in Europa steht die Modellpalette auf dem Prüfstand. Automotive News Europe stellte nun in einem Artikel die bisher verfügbaren Informationen zusammen.

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Ähnlich wie in den USA will Ford auch diesseits des Atlantiks, wo der Konzern keinen Gewinn macht, den Schwerpunkt auf Nutzfahrzeuge und SUVs setzen, während die überwiegend Verlust bringenden Vans und Limousinen eine niedrigere Priorität erhalten. Mit dem kürzlich bekannt gegebenen Produktionsende für den Kompaktvan C-Max hat Ford den ersten Schritt gemacht.

Modelle mit Zukunft sind dagegen der Transit in seinen verschiedenen Größen und der Tiguan-Konkurrent Kuga (in den USA als Ford Escape auf dem Markt). Anders als mit den Pkws macht Ford mit diesen Modellen Gewinn, so Automotive News Europe. Der Kuga war mit 153.542 Verkäufen der Bestseller von Ford in Europa, gefolgt vom kleinen EcoSport mit 111.856 Stück. Der große Edge (unser Titelbild) dagegen verkaufte sich mit nur 9.527 Stück dagegen schlecht. Daher will Ford seine SUV-Palette im Jahr 2019 umkrempeln.

Der EcoSport wird im Laufe des Jahres einen Nachfolger erhalten, und auch ein neuer Kuga/Escape ist unterwegs. Er wurde bereits als Erlkönig erwischt und soll nach Branchengerüchten bereits auf der New York Auto Show im April 2019 vorgestellt werden. Dass eine siebensitzige Variante des Kuga den Edge ersetzen soll, wie von Automotive News Europe gemeldet, stimmt dagegen nach Aussage eines Ford-Sprechers nicht. Weder soll der Edge wegfallen noch würde es einen siebensitzigen Kuga geben, so der Sprecher.

Im SUV-Bereich soll aber 2019 noch "ein weiteres Typenschild" auf den Markt kommen, wie Präsident von Ford of Europe, Steven Armstrong, laut Automotive News Europa sagte. Wir ermuten, dass das der neue Explorer sein könnte. Für 2020 schließlich ist das neue Elektro-SUV mit Anklängen an den Mustang geplant.

Außerdem will Ford von der verabredeten Kooperation mit VW profitieren. Die Wolfsburger sollen größere Transporter ("mid-size vans") für Ford bauen, während Ford sich mit kompakten Transportern revanchiert. Auch soll Ford einen Pick-up für VW bauen -- das könnte der Focus Pick-up sein, von dem bereits Erlkönige gesichtet wurden.

Ein Problem bleiben Autos wie der Fiesta und der Focus, von den Ford in Europa zwar große Stückzahlen verkauft, aber Verlust mit jedem Wagen einfährt, so Automotive News Europe. Auch was mit der Modellfamilie um den Mondeo/Fusion, S-Max und Galaxy wird, ist noch offen.

Quelle: Automotive News Europe