Forderungen nach Ermittlungen zur Epstein-Affäre in Frankreich

Epstein wurde tot in seiner Gefängniszelle entdeckt

Zwei französische Kabinettsmitglieder haben sich dafür eingesetzt, nach dem Suizid des wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger inhaftieren US-Multimillionärs Jeffrey Epstein Ermittlungen zu Querverbindungen des Sexhandels nach Frankreich anzustellen. Bei den Ermittlungen in den USA seien "Verbindungen nach Frankreich" aufgedeckt worden, heißt es in einer am Montag veröffentlichten Erklärung der für Gleichstellung zuständigen Staatssekretärin Marlène Schiappa und des für Kinderschutz zuständigen Staatssekretärs Adrien Taquet.

Gegen Epstein bestanden Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger, des Sexhandels und der Verschwörung zum Sexhandel. Er wurde bereits 2008 wegen der Prostitution junger Frauen zu 13 Monaten Gefängnis verurteilt.

Der 66-Jährige wurde am 6. Juli bei der Rückkehr von einer Frankreich-Reise in den USA festgenommen. Mehrere seiner Opfer gaben an, dass Epstein auch Freunde und Bekannte mit jungen Frauen versorgte. Am Samstag wurde er tot in seiner New Yorker Gefängniszelle aufgefunden.

Die französische Kinderschutzorganisation Innocence en danger wies in einem Schreiben an die Pariser Staatsanwaltschaft darauf hin, dass bei den Ermittlungen der US-Bundespolizei FBI zur Epstein-Affäre auch belastendes Material gegen "Personen mit französischer Staatsangehörigkeit" zu Tage gefördert worden sei. Zudem gebe es "glaubwürdige" Hinweise darauf, dass "mehrere Opfer des Prostitutionsnetzwerks" von Epstein und "seiner Komplizen" französische Staatsangehörige seien, fügte die Organisation hinzu.