Formel 1: Niki Lauda warnt sein Mercedes-Team vor weiteren Fehlern

Die Silberpfeile haben diese Saison erst ein Rennen gewonnen, weil das Team schlampig arbeitet. Lauda fordert: „Das darf nicht mehr vorkommen.“

Sotschi/Berlin.  Zwei Zahlen genügen, um den Ernst der Lage klarzumachen. 86,44 Prozent – das war die Siegquote von Mercedes in den vergangenen drei Jahren der Formel 1, mit 51 Siegen in 59 Rennen. In diesem Jahr haben die erfolgsverwöhnten Silberpfeile erst einmal gewonnen, in Shanghai durch Lewis Hamilton, die Siegquote ist auf 33 Prozent gesunken. Dagegen siegte Sebastian Vettel schon zweimal, nach den Erfolgen in Australien und zuletzt in Bahrain ist der Ferrari-Pilot WM-Spitzenreiter.

Vettels Siege riefen nun auch Mercedes-Aufsichtsratschef Niki Lauda auf den Plan. "Es gab keine Krisensitzung, aber eine ausgiebige Analyse nach dem Bahrain-Grand-Prix", sagte der 68-Jährige vor dem vierten WM-Lauf in Sotschi am Sonntag (14 Uhr, RTL und Sky). "Die Fehler von Bahrain dürfen sich nicht wiederholen", so Lauda. "Es waren nur Kleinigkeiten, aber die haben sich summiert." Heizdecken-Erwärmung, Reifenwechsel, Strategie – "nur die Fahrer haben alles richtig gemacht", sagte Lauda.

Er räumte ein: "Durch die Leistung von Vettel und Ferrari kamen wir so unter Druck, dass Fehler gemacht wurden. Das darf nicht mehr vorkommen. Die ganze Mannschaft wurde angespornt, wieder fehlerlos zu arbeiten. Ferrari hat so sehr aufgeschlossen, dass jede Kleinigkeit entscheiden kann. Wir haben keinen Spielraum mehr für Unachtsamkeiten." Auf die Frage, ob er Ferrari auch schon vor Saisonstart so stark eingeschätzt habe, antwortete der Wiener: "Ja. Das war mir nach den Wintertests bewusst."

Ferrari ist ein ernstzunehmender K...

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