Formel 1: Rosbergs Erbe

Der Weltmeister hatte keine Lust mehr auf immer neue Konfrontationen mit Hamilton – diesen Job übernimmt nun der Finne Valtteri Bottas.

Salzburg.  Dass der Tag der Weltmeisterehrung durch den Automobilverband (Fia) solch dramatische Folgen für ihn haben könnte, ahnte der WM-Achte Valtteri Bottas an diesem 2. Dezember 2016 nicht mal im Ansatz. Doch dann überraschte der deutsche Formel-1-Champion Nico Rosberg (31) in Wien alle mit seiner Rücktrittserklärung.

Es dauerte aber nicht lange, bis im Nachfolge-Ratespiel der Medien der Name Bottas auftauchte. Die Überlegungen der Medien-Propheten gingen dabei in zwei Richtungen: Mercedes-Verbindungen und möglichst großes fahrerisches Potenzial. Dass einige Wochen später tatsächlich der 27-jährige Finne aus dem Williams-Team das Rennen um das begehrte Cockkpit machen sollte und nun beim Saisonstart in einer Woche in Melbourne/Australien (7 Uhr, MESZ) im Silberpfeil sitzen wird, macht auch Sinn.

Seit vier Jahren dabei

Denn die Alternative hieß Pascal Wehrlein, der frühere DTM-Champion (2015) und bisherige Manor-Pilot. Erst kürzlich gab Wehrlein, der für sein zweites Jahr in der Formel 1 inzwischen bei Sauber unterkam, zu Protokoll: "Es war der Mangel an Erfahrung in der Formel 1, der mich das Mercedes-Cockpit kostete. Das hat Mercedes-Sportchef Toto Wolff mir so erklärt." Zum Vergleich: Bottas fährt schon seit vier Jahren in der Königsklasse.

Dass der Wiener Wolff darauf verzichtete, dem Mercedes-Schützling Wehrlein die Chance auf sein Motosport-Abitur zu geben, stieß vielerorts auf Kritik. Und Red Bulls Motorsportchef Helmut Marko, der für das Salzburger Unternehmen selbst dessen Nach...

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