Forscher sicher : Weniger Menschen wollen in Großstädten leben – wegen Corona

·Lesedauer: 1 Min.

Nach jahrelangen Preisanstiegen hofften Wohnungskäufer auf ein Ende des Immobilienbooms in der Corona-Krise – bisher vergeblich. Dieses Jahr dürfte allenfalls eine Verschnaufpause anstehen, glauben Experten. Außerdem soll der Andrang auf Großstädte nachlassen: Aufgrund der Pandemie sehnen sich immer mehr Menschen nach ländlicherem Wohnen. Nach einem ungebrochenen Immobilienboom auch in der Corona-Krise rechnen Ökonomen mit etwas weniger Preisdruck im neuen Jahr. „Die Wohnungsmärkte in Deutschland sind überraschend robust“, sagte Stefan Mitropoulos, Volkswirt und Immobilien-Experte bei der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). „Es ist kein Einbruch zu erwarten, eher eine Verschnaufpause.“ Die Pandemie werde wohl den Preisanstieg dämpfen. Statt Raten von fünf bis sechs Prozent pro Jahr könnten sich Wohnungen und Häuser 2021 um vier Prozent verteuern. Nach langem Boom: Preise sollen nicht mehr so stark steigen Michael Voigtländer, Immobilienexperte am Institut der deutschen Wirtschaft, geht davon aus, dass die Preise nach dem langen Boom im neuen Jahrzehnt nicht mehr so kräftig steigen. „Die Zinsen für Immobilienkredite sind schon stark gefallen, und der enorme Aufschwung am Arbeitsmarkt lässt sich nicht einfach wiederholen.“ Mit der Corona-Krise hatten einige Fachleute ein Ende des jahrelangen Immobilienbooms erwartet. Im Lockdown im Frühjahr kam der Wohnungsmarkt zum Erliegen, Annoncen blieben aus, Besichtigungen gab es kaum. Doch die Preise für Wohnungen und Häuser stiegen weiter – trotz des historischen Einbruchs der deutschen Wirtschaft mit Millionen Kurzarbeitern und steigender Arbeitslosigkeit. Das könnte Sie auch interessieren: Was dafür spricht, was dagegen – Ist endlich Schluss mit dem Mietenwahnsinn in Hamburg? Im dritten Quartal verteuerten sich Wohnimmobilien um 7,8 Prozent gemessen...Lesen Sie den ganzen Artikel bei mopo