Um das Tote Meer bilden sich tiefe Löcher — Forscher haben ihren unheimlichen Ursprung entdeckt

Jessica Dawid
Totes Meer

Nicht nur für Allergiker und Neurodermitis-Patienten ist das Tote Meer ein beliebtes Reiseziel. Etwa 140.000 Touristen reisten im vergangenen Jahr zu dem See, welcher einen Salzgehalt von etwa 33 Prozent aufweist. Allerdings könnte sich das bald ändern: Der Wasserspiegel des Toten Meeres sinkt jedes Jahr um etwa einen Meter. Wird nicht bald eine effiziente Lösung für dieses Problem gefunden, wird das Tote Meer immer weiter austrocknen.

Unternehmen pumpen zu viel Wasser ab

Das Salzmeer, wie der See auch genannt wird, ist nicht nur der am tiefsten gelegene See der Erde, sondern auch der am tiefsten begehbare Ort unseres Planeten. Der See liegt zwischen Jordanien, Israel und dem Westjordanland und wird vom Jordan gespeist. Allerdings liegt genau hier das Problem: Verschiedene Unternehmen pumpen das Süßwasser ab, um wichtige Mineralstoffe zu gewinnen. Auf diese Weise geht der Pegel immer weiter zurück.

Doch nicht nur das: Unterirdische Salzschichten werden durch das Süßwasser ausgewaschen. Dieses folgt dem sich zurückziehenden Meerwasser. So haben sich in den vergangenen Jahrzehnten bereits 5.000 Senklöcher am Strand gebildet, die bis zu 25 Meter tief und 40 Meter breit sein können. Wer einen ausgiebigen Strandspaziergang machen will, sollte dies also besser nicht ohne eine professionelle Reiseleitung machen. Tafeln weisen darauf hin, dass Lebensgefahr besteht. 

Rückgang des Pegels bedroht Tierwelt 

Nicht nur der Mensch leidet jedoch unter dem Rückgang des Pegels, so die deutsche Umweltschützerin Gundi Schachal gegenüber der österreichischen Tageszeitung „Kurier, auch viele Wildtiere, die in umliegenden Oasen leben, sind gefährdet, wie auch Zugvögel, die das Tote Meer als Ruhestation nutzen.

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