Forscher warnen: Tödliche Konsequenz der Klimakrise

·Freie Autorin
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Die Erderwärmung bringt viele Gefahren mit sich, nicht nur für Tier- und Umwelt, sondern auch für den Menschen. Forscher haben nun eine weitere Bedrohung identifiziert, die Milliarden von Menschen betreffen könnte.

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Mücken lieben es warm - der Klimawandel könnte ihre Saison dadurch deutlich verlängern (Bild: Getty Images)

Wenn die Treibhausgasemissionen weiter zunehmen, könnte dies zu einem globalen Ausbruch an Malaria und Denguefieber führen - zwei tödliche Krankheiten, die von Mücken übertragen werden. Laut Hochrechnungen sollen bis 2080 bis zu acht Milliarden Menschen gefährdet sein, an einer der beiden zu erkranken. 

Dies sagt eine Studie der London School of Hygiene and Tropical Medicine voraus, die im "Lancet Planetary Health Journal" veröffentlicht wurde. Die Zahlen basieren auf Prognosen für das Bevölkerungswachstum und ein Anstieg der Erdtemperatur. Über die nächsten 30 Jahre soll es demnach 4,5 Milliarden Menschen mehr auf der Erde geben, die bis 2100 3,7 Grad Celsius wärmer sein soll. 

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Wenn die Emissionswerte weiterhin so ansteigen wie jetzt, würde sich der Studie zufolge mit der steigenden Erdtemperatur die Saison, in der Mücken Malaria übertragen, in den kommenden 50 Jahren um einen Monat verlängern - die für Denguefieber sogar um vier Monate. 

Für die Autoren der Studie ein Grund mehr, die Anstrengungen im Kampf gegen den Klimawandel zu verstärken. "Die Ergebnisse zeigen, dass niedrigere Emissionen die Länge der Übertragungs-Saison und die Zahl der gefährdeten Menschen verringern könnten", sagte Felipe J. Colón-González von der London School of Hygiene and Tropical Medicine. 

Medikamente und Impfstoffe nötig: Politiker sollen sich auf alles einstellen

Politiker sollten sich jedoch auf alle möglichen Szenarien einstellen, wie Colón-González weiter erklärt. Länder, in denen Malaria und Denguefieber bisher nicht verbreitet sind, sollten in Zukunft auf Ausbrüche der Krankheiten vorbereitet sein. Auch solle die Forschung an Behandlung und Impfstoffen vorangetrieben werden. 

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Malaria ist der World Health Organisation (WHO) zufolge jährlich für den Tod von mehr als 400.000 Menschen verantwortlich. 2019 kamen 90 Prozent der 230 Millionen Infektionsfälle in Afrika vor. An einem Impfstoff wird gearbeitet. 

Für Denguefieber gibt es, anders als bei Malaria, bislang keine Behandlung. Schätzungen zufolge erkranken jährlich 100 bis 400 Millionen Menschen daran mit etwa 20.000 Todesfällen. In vereinzelten Ländern ist ein Impfstoff zugelassen worden. 

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