Forschergruppe stellt Ergebnisse der Sarkophagöffnung in Mainzer Kirche vor

Ausgrabungsstätte in Mainzer Johanniskirche

Rund fünf Monate nach der Öffnung eines rund tausend Jahre alten Sarkophags in der Johanniskirche in Mainz will eine internationale Forschergruppe am Donnerstag (11.00 Uhr) die Ergebnisse der Untersuchungen vorstellen. Bei der Öffnung im Juni waren Reste von Textilien und die Goldbordüre einer Mitra, des traditionellen Bischofhuts, zu erkennen. Die Identität des Bestatteten blieb offen.

Das Bistum Mainz und das Evangelische Dekanat Rheinhessen hatten sich im Vorfeld der Sarkophagöffnung Erkenntnisse zur Funktion der Kirche im ersten Jahrtausend erhofft. Sie vermuteten, dass sich im Sarkophag die Leiche des Bischofs Erkanbald befindet. Erkanbald war von 1011 bis zu seinem Tod 1021 Mainzer Erzbischof. Der Sarkophag wurde bei Sanierungsarbeiten im Mittelschiff der Kirche entdeckt.