Frühere Front National in Wahlkampfkosten-Affäre vor Gericht

Frühere Front National in Wahlkampfkosten-Affäre vor Gericht

Frankreichs Rechtspopulisten müssen sich ab Mittwoch wegen illegaler Wahlkampf-Finanzierung verantworten (9.00 Uhr). Sieben Verantwortliche der früheren Partei Front National - heute Rassemblement National - von Marine Le Pen stehen wegen Betrugsvorwürfen in Paris vor Gericht. Darunter sind Schatzmeister Wallerand de Saint-Just, der EU-Abgeordnete Jean-François Jalkh und Le Pens Berater Frédéric Chatillon.

Die Angeklagten sollen während der französischen Präsidentschafts- und Parlamentswahlen 2012 ein System Schwarzer Kassen unterhalten haben, um die notorischen Finanzprobleme der Front National zu lösen. Parteichefin Le Pen war erst im Mai von einem Europa-Gericht wegen Scheinbeschäftigung und Missbrauchs öffentlicher Gelder verurteilt worden. Sie soll 300.000 Euro an das EU-Parlament zurückzahlen.