Früherer Bundeswehrberater wegen Spionage für Iran angeklagt

Die Bundesanwaltschaft hat einen früheren Berater der Bundeswehr angeklagt, der für den iranischen Geheimdienst spioniert haben soll. Der Deutschafghane Abdul S. soll sich wegen des Verdachts des Landesverrats vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Koblenz verantworten, wie die Behörde am Freitag in Karlsruhe mitteilte. Er war demnach jahrelang als Übersetzer und landeskundlicher Berater bei der der Bundeswehr tätig.

"In dieser Eigenschaft gab er Erkenntnisse an einen iranischen Nachrichtendienst weiter", erklärte die Bundesanwaltschaft. Dabei habe es sich um Staatsgeheimnisse gehandelt. S. wird deshalb des Landesverrats in einem besonders schweren Fall und der Verletzung von Dienstgeheimnissen verdächtigt. Er wurde Mitte Januar im Rheinland festgenommen. Seither sitzt er in Untersuchungshaft.