Früherer US-Astronaut Alan Bean mit 86 Jahren gestorben

Alan Bean (rechts) als Teil der Apollo-12-Mission von 1969

Er war der vierte Mensch auf dem Mond: Der frühere US-Astronaut Alan Bean ist am Samstag im Alter von 86 Jahren in Houston gestorben. Wie seine Familie in einer von der Raumfahrtbehörde Nasa veröffentlichten Mitteilung bekannt gab, war er wenige Wochen zuvor erkrankt. Bean hinterlässt eine Frau und zwei Kinder.

1969 gehörte der Raumfahrttechniker und Testpilot der US-Marine zur Mannschaft der Mission Apollo 12, die auf dem Mond landete. Vier Jahre später war er Kommandant des zweiten bemannten Flugs zur ersten US-Weltraumstation Skylab. Dabei verbrachte Bean 59 Tage außerhalb der Erdatmosphäre und legte mit der Station 39,3 Millionen Kilometer zurück - damals ein Rekord.

Nach dem Ende seiner Raumfahrtkarriere 1981 schlug der 1932 im texanischen Wheeler geborene Astronaut neue Wege ein: Er wurde Künstler und malte Bilder, die sich mit Apollo-Weltraummissionen befassten. Dafür benutzte er unter anderem Farben, die er mit Schnipseln seiner Missionsembleme mischte und mit Mondstaub überzog.

Die neuen Perspektiven, die er bei seinen Flügen in den Weltraum gewonnen habe, hätten ihn zu diesem Schritt bewogen, sagte Bean der Zeitung "New York Times". Jeder Künstler habe die Welt und seine Vorstellungskraft, um sich inspirieren zu lassen. Er sei der erste, der zusätzlich "auch den Mond" dafür habe, ergänzte er.