Früherer US-Kardinal McCarrick weist Missbrauchsvorwurf zurück

McCarrick beim Verlassen des Gerichts (AFP/Scott Eisen)

Der frühere US-Kardinal Theodore McCarrick hat den Vorwurf des sexuellen Missbrauchs eines Jugendlichen zurückgewiesen. McCarrick habe vor Gericht in der Stadt Dedham in Massachusetts auf nicht schuldig plädiert, sagte der Anwalt des 91-Jährigen am Freitag. Der Anwalt des Klägers, Mitchell Garabedian, erklärte derweil, sein Mandant sende mit seiner Klage "eine direkte Botschaft an die Katholische Kirche, dass ihre Herrschaft des sexuellen Missbrauchs durch Bischöfe und Kardinäle frontal angegriffen wird".

Die Staatsanwaltschaft hatte McCarrick Ende Juli formell des sexuellen Missbrauchs beschuldigt. McCarrick war 2019 in einem in der modernen Kirchengeschichte beispiellosen Schritt aus dem Klerikerstand entlassen worden.

Ein Vatikangericht hatte McCarrick für schuldig befunden, in den 70er Jahren mindestens einen Jugendlichen sexuell missbraucht zu haben. Bekannt ist auch, dass McCarrick Sex mit erwachsenen Theologiestudenten hatte. Seinen Titel als Kardinal verlor er 2018, 2019 wurde ihm dann auch das Priesteramt entzogen.

gt/yb

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