Früherer US-Profifootballer erschießt fünf Menschen

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Der frühere US-Footballprofi Phillip Adams

Der frühere US-Profifootballer Phillip Adams hat nach Angaben von Ermittlern fünf Menschen erschossen und anschließend Suizid begangen. Behördenvertreter sagten am Donnerstag bei einer Pressekonferenz, der vormalige Cornerback der San Francisco 49ers habe am Vortag in der Stadt Rock Hill im Bundesstaat South Carolina einen 70-jährigen Arzt und dessen 69-jährige Frau sowie deren beide Enkelkinder im Alter von fünf und neun Jahren getötet.

Außerdem erschoss Adams den Angaben zufolge einen 38-jährigen Techniker für Kesselanlagen, der zu dem Zeitpunkt außerhalb des Hauses des Arztes und seiner Familie arbeitete. Adams sei dann in das Haus seiner Eltern zurückgekehrt, wo er sich während einer Konfrontation mit der Polizei das Leben genommen habe.

Die Motive des Blutbades waren zunächst unklar, wie der örtliche Polizeichef Kevin Tolson sagte. Adams' Vater sagte einem Lokalsender, er glaube, dass die Profikarriere im Football seinen Sohn "verkorkst" habe. Adams' Profi-Laufbahn in den Jahren 2010 bis 2015 war von Verletzungen geprägt, darunter Gehirnerschütterungen. Neben den 49ers spielte Adams für die New England Patriots, die New York Jets, die Oakland Raiders sowie die Atlanta Falcons.

US-Präsident Joe Biden bezeichnete am Donnerstag die Schusswaffengewalt in den USA als "Seuche" und "Schandfleck". Er stellte mehrere Verordnungen zur Eindämmung der Schusswaffengewalt vor. So sollen striktere Regeln für sogenannte Geisterwaffen erlassen werden, die von den Nutzern selber zusammengebaut werden können und keine Seriennummern haben. Neue Vorgaben sollen auch für aufgerüstete Pistolen gelten.

In einer Möbelfabrik im Bundesstaat Texas erschoss wenige Stunden nach Bidens Ansprache ein Angreifer einen Menschen und verletzte mehrere weitere. In den vergangenen Wochen hatte es bereits in den US-Bundesstaaten Kalifornien, Colorado und Georgia eine Reihe besonders schwerer Schusswaffenangriffe mit jeweils mehreren Toten gegeben.

dja